Der Google-Satellit war da!

Der Google-Satellit war da!

Ja, über sowas können sich auch echt nur Hausbesitzer freuen, aber wir haben diese Woche festgestellt, dass unser Haus jetzt auch auf Google-Maps zu sehen ist! Das neue Bild muss von Anfang des Jahres sein, noch bevor der Keller wieder ausgegraben und wir eingezogen sind…

Und weil es so Spaß macht, zum Vergleich, wie es aussah, als wir es gekauft haben, vor einem Jahr und heute.

Grunstück 2015-2017

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Baugrundgutachten – oder nicht?

Baugrundgutachten – oder nicht?

Wir haben uns jetzt über fünf Monate mit der Frage rumgeschlagen, ob wir noch ein Baugrundgutachten durchführen lassen sollen, um zu wissen, was uns erwartet, oder nicht.

Pro Baugrundgutachten => Planungssicherheit:

  • Man weiß genau, welche Bodenklasse man hat und kann den Erdbauer entsprechend beauftragen
  • Man weiß, wie hoch das Grundwasser steht und ob ggf. Mehrkosten für die Abdichtung des Kellers auf uns zukommen
  • Man weiß, ob der Aushub zum Ausgleichen des Grundstücks benutzt werden kann und/oder ob man teuer den Dreck zur Deponie fahren und teuer zusätzliche Erde einkaufen muss

Contra Baugrundgutachten => Panikmache und Kosten:

  • Der Preis – unsere Angebote reichen bis 5.000 € für das Gutachten!!! Dafür können wir den Keller schon fast wasserdicht ausführen!
  • Es ändert nichts an den Tatsachen – die Mehrkosten kommen dann so oder so auf uns zu, nur eben noch on top auf den Preis des Gutachtens. Wir wüssten nur früher, dass die Kosten kommen.
  • Die Bodengutachter machen gerne Panik und empfehlen auf Nummer supersicher zu gehen. Früher waren 95% aller Baugründe okay und die Häuser stehen heute noch. Heute, wo alle ein Baugrundgutachten machen, sind plötzlich nur noch 50% aller Baugründe okay.

Mit den Nachbarn haben wir schon gesprochen und von Lehmboden über Steine bis zu Fels war alles dabei. Grundwasser war bei einem auch in der Baugrube, allerdings versiegte das nach dem Bau. Alle Nachbarn haben einen normalen Keller mit Abdichtung und Drainage, die Meisten mit Wohnräumen und Lichthöfen.

All das hat natürlich auch Einfluss darauf, wie viel Geld wir für Erdarbeiten einrechnen müssen. Erdarbeiten bedeutet (bei uns) Ausbuddeln, Lagern, Wegfahren und schichtweise Wiederverfüllen des Erdaushubs sowie Anschließen der Entwässerungsleitungen unter Bodenplatte an den Kanal und Deponiegebühren. Bodenplatte, Keller, Fundamente, Drainage, Kellerisolierung, Baustellentoilette, Entwässerungsleitungen unter Bodenplatte, etc. sind bei uns im Kellerpreis enthalten. Kontrollschacht existiert.

Nach langem Hin und Her haben wir uns jetzt dazu durchgerungen den günstigsten Anbieter, den wir über’s Internet gefunden haben, doch zu beauftragen, weil wir weitere Verzögerungen des Baus – z.B. wenn beim Aushub raus kommt, dass wir doch eine Weiße Wanne bräuchten – vermeiden wollen.

Der Geologe reiste heute aus Sachsen an. Die Löcher wurden mit einem Handbohrer gebohrt. Damit kommt man theoretisch bis zu 6m tief, aber natürlich nicht, wenn der Boden Kies oder Steine enthält. Das tiefste Loch bei uns wurde ca. 3,5m tief.

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Für uns erstmal das Wichtigste: Auf Wasser sind wir keines gestoßen (leider auch nicht auf Öl oder Gold…) und aufgrund der verschiedenen Tonschichten ist es laut dem Geologen auch eher unwahrscheinlich, dass wir jemals Probleme mit Wasser bekommen. Unser normal abgedichteter Keller mit Drainage ist also vollkommen ausreichend.

Wir haben vier Löcher bohren lassen – an jeder Hausecke eines. Im Nord-Osten scheint noch von der Erschließung einiges an Schotter und Recyclingmaterial im Boden zu sein, so dass er hier nach 50cm abbrechen musste. Dafür hat er noch ein zusätzliches Loch in der Hausmitte gebohrt.

Nord-West0 Mitte

In 2,1m – 3,5m Tiefe stieß er dann auf Sandig-Kiesige-Lehmschichten, die den Handbohrer auch an sein Limit brachten.

Süd-West2 Süd-West Nord-West1 IMG_3715

Nachfolgend noch ein paar Informationen zu Bodenklassen (Quelle: Wikipedia.org):

  • Bodenklasse 1: Oberboden (Mutterboden); oberste Bodenschicht, die neben anorganischen Stoffen auch Humus und Bodenlebewesen enthält.
  • Bodenklasse 2: Fließende Bodenarten (Schöpfboden); von flüssiger bis zähflüssiger Beschaffenheit, die das Wasser schwer abgeben.
  • Bodenklasse 3: Leicht lösbare Bodenarten; nichtbindige bis schwachbindige Sande, Kiese und Sand-Kies-Gemische mit bis zu 15 Gewichtsprozent Beimengungen an Schluff und Ton und mit höchstens 30 Gew.-% Steinen über 63 mm Korngröße und bis zu 0,01 m³ Rauminhalt. Organische Bodenarten mit besserer als breiiger Konsistenz sowie Torfe.
  • Bodenklasse 4: Mittelschwer lösbare Bodenarten; Gemische von Sand, Kies, Schluff und Ton mit einem Anteil von mehr als 15 Gew.-%, sowie bindige Bodenarten von leichter bis mittlerer Plastizität und höchstens 30 Gew.-% Steine von über 63 mm Korngröße bis zu 0,01 m³ Rauminhalt.
  • Bodenklasse 5: Schwer lösbare Bodenarten; Bodenarten nach den Bodenklassen 3 und 4, jedoch mit mehr als 30 Gew.-% Steinen von über 63 mm Korngröße bis zu 0,01 m³ Rauminhalt. Ebenso nichtbindige und bindige Bodenarten mit höchstens 30 Gew.-% Steinen von über 0,01 m³ bis 0,1 m³ Rauminhalt sowie ausgeprägt plastische Tone, die je nach Wassergehalt weich bis fest sind.
  • Bodenklasse 6: Felsarten, die einen inneren, mineralisch gebundenen Zusammenhalt haben, jedoch stark klüftig, brüchig, bröckelig, schiefrig, weich oder verwittert sind, sowie vergleichbare verfestigte bindige und nichtbindige Bodenarten, wie sie z.B. durch Austrocknen, Gefrieren oder chemischen Bindungen hervorgerufen werden; nichtbindige und bindige Bodenarten mit mehr als 30 Gew.-% Steinen von über 0,01 m³ bis 0,1 m³ Rauminhalt.
  • Bodenklasse 7: Schwer lösbarer Fels; Felsarten, die einen inneren, mineralisch gebundenen Zusammenhalt und hohe Gefügefestigkeit haben und die nur wenig klüftig oder verwittert sind. Felsgelagerter, unverwitterter Tonschiefer, Nagelfluhschichten, Schlackenhalden der Hüttenwerke sowie dergleichen.

Als Laien würden wir sagen, dass die tiefste Schicht, die er ausgebohrt hat, immer noch Bodenklasse 5 entsprechen sollte, aber wir warten jetzt mal das offizielle Gutachten ab.

Unser Fazit:
Wem es wie uns nur darum geht ein Gefühl dafür zu erhalten, wie der Boden beschaffen ist (Grundwasser, Lehm, Sand, Fels, etc.), für den ist so ein günstiges Bodengutachten vollkommen ausreichend. Wir bereuen die Beauftragung keinesfalls, auch wenn wir uns ursprünglich etwas mehr Informationen erhofft hatten. Wer z.B. am Hang baut, eh schon Problemboden hat und/oder eine wirkliche Gründungsempfehlung braucht, der sollte wahrscheinlich besser in ein teureres Gutachten mit Rammkernsondierung investieren. Die Erkenntnisse durch den Handbohrer sind doch eher begrenzt… Ein Gutachten mit Rammkernsondierung kostete bei unseren Angeboten allerdings auch mindestens das dreifache dessen, was wir jetzt bezahlen.

Ländereien-Plege…

Ländereien-Plege…

Am Dienstag hat Julia’s Bruder unser Grundstück zwei Stunden lang mit dem Freischneider gemäht… Das Gras war stellenweise fast 40cm hoch, so dass man mit dem normalen Rasenmäher (abgesehen davon, dass wir noch keinen haben), gar nicht mehr durch gekommen wäre. Da ist es natürlich praktisch, wenn man Verwandschaft hat, auf die man solche Arbeiten abwälzen kann. 😉

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Julia lädierte währenddessen ihren Daumen, indem sie einen Teil des verbliebenen Grünschnitts von Hand mit Heckenschere in kleine Teile zerschnitt, die man dann auch im Grünschnittbeutel zum Häckselplatz bringen konnte. Schön blöd, wenn man als Grundstücksbesitzer weder eine Anhängerkupplung, noch einen Hänger hat… 🙁 Hätten wir das mal früher gewusst…

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Kahlschlag – das volle Ausmaß

Nachdem wir etwas (Achtung: Wortspiel!) Gras über die Sache mit dem Grünschnitt / Kahlschlag auf dem angrenzenden Grünstreifen haben wachsen lassen, haben wir uns mittlerweile genug beruhigt, um das Beste aus der Sache zu machen.

Da die Gemeinde ein paar der abgeschnittenen Büsche und Bäume (ebenso wie den darunter vergrabenen Müll) einfach hat liegen lassen, haben wir uns am Wochenende daran gemacht eben diese zu beseitigen, damit die verbliebenen paar Sträucher wieder ordentlich wachsen können, bis wir dort einziehen.

Ganz fertig sind wir noch nicht (und über kurz oder lang sollte man vermutlich auch die Stümpfe ausgraben), aber es sieht jetzt schon deutlich besser aus.

Zum Vergleich nochmal das vorher, bzw. direkt nach dem Wüten der Gemeinde:

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Uns so sieht es jetzt aus:

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Im Anschluß waren wir dann noch im Ikea und haben uns die Metod Küchenschränke nochmal ganz genau angesehen, weil wir uns immer noch nicht sicher sind, wie wir welche Schränle in unserer Küche anordnen wollen. Die wichtigste Erkenntnis: Die neuen Eck-Rondelle sind echt… unpraktisch. Davon wollen wir auf keinen Fall drei Stück haben! Dann doch lieber eine tote Ecke…

Kahlschlag

Völlig erschüttert haben wir heute zur Kenntnis genommen, was die Stadt Rottenburg unter „ein wenig zurückschneiden“ versteht.

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Vier gesunde Bäume mussten sterben, weil wir gefragt haben, ob wir den Überhang zu unserem Grundstück selbst zurückschneiden dürfen.

Aber Nein! Dürfen wir natürlich nicht! Das machen sie lieber selber! Wir handeln ja nicht „im Interesse des Baumes“. Wir würden gerne wissen, im Interesse welchen Baumes dieser Kahlschlag sein soll!

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Jetzt dauert es wieder Jahre, bis das so schön zugewachsen ist… 🙁

Wer viel fragt, geht viel fehl.

Das sagt Julia’s Vater immer.
Wir haben daraus gelernt.
In Zukunft werden wir nicht mehr fragen.

Wenn man will, dass etwas richtig gemacht wird, muss man es selber machen.

Eine alte Weisheit, die sich bei uns in den letzten Wochen leider viel zu oft bewahrheitet.

Aus der Vogelperspektive

Aus der Vogelperspektive

Vor drei Wochen haben wir uns mit unserem Freund Nik und seiner Drohne unser Grundstück einmal von oben angesehen.

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Auch, wenn wir diese Bilder (in schlechterer Qualität) aus Google-Maps bereits kannten, so ermöglichte uns die Drohne nun auch die genaue Lage unserer Grenzsteine von oben zu erkennen.

Grenzsteine

Zu guter Letzt haben wir sogar noch ein kleines Video gemacht, das einen Rundumblick über die Gegend rund um Hailfingen erlaubt. Das Video hat eigentlich 4k Qualität, um es für unseren Blog nutzbar zu machen mussten wir es natürlich viel kleiner machen und auch die Qualität verschlechtern.

 

Sollte jemand ähnliche Bilder oder Videos benötigen, kann er sich vertrauensvoll an xalino in Herrenberg-Gültstein wenden (übrigens auch ein super Dienstleister für Bildentwicklung, Fotobücher, Fotoleinwände, Folienschnitt und allem anderen, was sonst noch mit Bildern, Drucken und Werbung zu tun hat).

Die hier gezeigten Bilder und Videos unterliegen dem Urheberrecht und ihre Nutzung ist nur gegen Genehmigung möglich.

Felix‘ Suche nach dem Grenzstein…

Felix‘ Suche nach dem Grenzstein…

Heute hat sich Felix auf die Suche nach den Begrenzungssteinen unseres Grundstücks begeben. Da wir als einen der nächsten Schritte den Vermesser beauftragen müssen, um die Geländeaufnahme zu machen und einen Lageplan zu erstellen, und sich die Existenz der Grenzsteine (oder deren Nichtexistenz) deutlich auf den Preis für die Vermessungsleistung auswirkt, hat sich Felix heute mit Rechen und Handschaufel bewaffnet auf die Suche nach eben diesen begeben.

Die ersten drei Grenzsteine (Süd-Osten, Nord-Osten, Nord-Westen) waren durch die angrenzenden Wege schnell gefunden, für den Grenzstein im Süd-Westen legte er auf knappen 3 m² die Grasnarbe frei. Hierfür borgte er sich von der Baustelle gegenüber eine „richtige“ Schaufel. Eineinhalb Stunden später, Blasen an den Händen und in Matsch paniert, gab er die Suche erstmal auf.  Mit Maßband und Lageplan bewaffnet werden wir uns am Wochenende nochmals auf Schatzsuche begeben.

Grenzsteine

Bei dieser Gelegenheit stellte er außerdem fest, dass die Grenzsteine des Grundstücks im Norden in den letzten Tagen freigelegt wurden. Das kann eigentlich nur bedeuten, dass hier auch gebaut werden soll, oder dass das Grundstück verkauft wurde oder wird…

Auflassung und Versicherung

Auflassung und Versicherung

Die nächste Rechnung ist uns ins Haus geflattert: Der Notar möchte gerne Geld für die Beantragung der Auflassung im Grundbuch für unser Grundstück und die damit verbundene Löschung der Vormerkung.

Pünktlich zum Wintereinbruch haben wir außerdem eine Grundstückshaftpflicht abgeschlossen, die uns für den Fall, dass jemandem auf unserem Grundstück etwas zustößt, gegen Schadensersatzforderungen absichert. Diese kostet wirklich nicht die Welt und wenn dann doch was passiert, ist man froh sie gehabt zu haben.

Jetzt aber wirklich…

Neben zahlreichen anderen Ausgaben (Notar, Vormerkung Grundbuch, Gebühren für Negativzeugnis von der Gemeinde), „durften“ wir am 16.12. dann auch unser Grundstück bezahlen.

Der berühmt-berüchtigte Fragebogen vom Finanzamt flatterte ebenfalls Anfang Dezember bei uns in den Briefkasten, aber da unser Grundstück ja von Privat verkauft wurde und wir uns auch noch für keinen Hausanbieter entschieden haben, konnten wir alle Fragen reinen Gewissens beantworten. Kurz vor Weihnachten bekamen wir dann auch den Grunderwerbssteuerbescheid, den wir natürlich ebenfalls brav bezahlten und somit nun auch offiziell stolzer Besitzer von 402m² Grund sind.

Aktuell beschäftigen wir uns mit Hochdruck mit den unterschiedlichen Angeboten der übrigen Hausanbieter und werden uns wohl bis spätestens Mitte/Ende Januar final für einen Anbieter entscheiden.