KW 43: Von Plänen und ihrem Scheitern…

24.10.2016 – 30.10.2016

Am Montag war (wieder) geplant, dass von Fa. Schön unsere Treppe eingebaut wird. Deshalb blieb die Sanitärfirma Jetter wieder der Baustelle fern. Aber auch am Montag war da am Ende des Tages keine Treppe. Langsam glauben wir die Ausreden („Spedition hatte die falsche Adresse“) von Fa. Schön auch nicht mehr… Keitel Gott sei Dank auch nicht; sie haben am Dienstag dann einen Trupp zu uns geschickt, der in zwei Stunden von Grund auf neu eine Bautreppe gebaut hat… Wir finden diese Bautreppe SUPER und es gar nicht so schlimm, dass die richtige Treppe noch nicht drin ist – so wird sie wenigstens nicht gleich verschrammt! Fa. Schön stand dann wohl am Mittwoch mit der Treppe vor der Tür und zog unverrichteter Dinge wieder ab – weil dort, wo die richtige Treppe hin soll, ja jetzt eine Bautreppe drin ist… Was das Einhalten und Absprechen von Terminen angeht, kann sich Fa. Schön definitiv noch verbessern…

Maßgezimmerte Bautreppe Maßgezimmerte Bautreppe

In unserem Dachspitz führen zwei Entlüftungsrohre durch die Dachhaut nach draußen. Geplant war, dass diese Rohre schön zwischen den Sparren verlegt werden, damit sie in der Dämmung verschwinden und optisch unsichtbar sind. Nun begrüßte uns aber ein großes Entlüftungsrohr mitten an der Außenwand entlang. Auf der anderen Seite des Spitzes (in dem Bereich, den wir als Abstellraum nutzen wollen) wurde das Rohr schön zwischen den Sparren verlegt. Fa. Jetter hat das unschöne Rohr nun netterweise nochmals umgebaut und wir sind wieder glücklich!

Entlüftungsrohr im Dachspitz Entlüftungsrohr im Dachspitz Entlüftungsrohr im Dachspitz

Dass unsere schöne Planung mit den Leerrohren für die Lautsprecherkabel aufgrund der Ausschäumwut des Elektrikers nicht aufgegangen ist, haben wir ja schon im letzten Post erwähnt. Mit viel, viel, viel, viel Mühe wurde jetzt das letzte Lautsprecherkabel verlegt und auch noch ein letztes Netzwerkkabel. Das Schwierigste zum Schluss… Es ist alles geglückt und wir haben nichts kaputt gemacht. Wir haben dann auch brav alle Löcher in der Außenwand wieder luftdicht mit Bauschaum verschlossen…

Am Dienstag wurde unser Kühlschrank bestellt; ein Liebherr CBNef 4815-20 mit NoFrost, Kühl-Gefrierkombination (242/101 l), 0°C-Fach mit BioFresh (94 l), Abtauautomatik und 3 Schubfächer im Gefrierteil. Ein tolles Teil!!! Ursprünglich war ein deutlich günstiger Kühlschrank geplant, aber Julia’s Eltern haben uns von diesem Liebherr „überzeugt“.

Liebherr CBNef 4815-20

Julia’s Wunschträume hinter unserem Unterzug in der Küche eine Abhängung mit einer Novy Pure’line Dunstabzugshaube einzubauen wurden jäh durchkreuzt, als wir uns mal richtig mit einer möglichen Leitungsführung auseinander setzten… Die Deckenhaube selbst wäre kein Problem. Auch für den Motor, den man bei der Pure’line abschrauben kann, um auf eine Abhängung von nur 23cm zu kommen, hätten wir über dem Kühlschrank ein Plätzchen gefunden… In Julia’s genialem Plan nicht enthalten war jedoch die Umluftbox, die die Luft von Gerüchen filtert und diese dann wieder in den Raum ausbläßt. Bei der Pure’line muss diese einen Mindestabstand von 3m zu jedem anderen Hindernis (Wand, Schrank und Co.) haben. Ein Ausblaßen innerhalb der Küche ist bei uns also nicht möglich und müsste statt dessen in Richtung des Esszimmers passieren. Da wir zwischen Küche und Esszimmer allerdings einen Unterzug haben, müsste die Abhängung so weit von der Decke nach unten reichen, das unter dem Unterzug ausgeblasen werden könnte. Das wären 40cm und würde unserer Meinung nach den offenen Charakter der Küche zerstören, weshalb dieser Traum wohl gestorben ist. Wir diskuttieren jetzt die Möglichkeit eine andere Deckenhaube anzubringen, die keine Verkofferung benötigt, einen integrierten Umluftbetrieb hat und mit kürzeren Abständen zu Hindernissen umgehen kann. Hier ist nun die Gutmann Capa und die Novy 230 Cloud in der engeren Auswahl, wobei die Cloud bessere Bewertungen hat, was Lautstärke, Leistung und Kundenservice angeht, aber natürlich auch die teurere der beiden ist… :/ In diesem Zusammenhang wollen wir noch eine Empfehlung für RK Küchenkultur in Böblingen aussprechen, bei denen man sich die Novy 230 Cloud live anschauen kann und die uns super beraten und uns einen fairen Preis gemacht haben – obwohl wir uns was die Küche angeht ja schon für Ikea entschieden haben.

Gutmann Capa Novy 230 Cloud

Nachdem wir ja ursprünglich keine Sandwichplatten im UG wollten, weil uns der Styroporanteil an diesen Platten sehr unsympatisch ist, wurde dieser Plan ja (zumindest für ein paar Wände) revidiert, damit wir im UG Unterputzsteckdosen bekommen können. Nach längerem Hin und Her und der nochmaligen Rückversicherung bei Keitel, dass wir damit auch keine Probleme mit Schimmel hinter den Platten bekommen können, haben wir nun über das Wochenende knapp 20m² unserer Kellerwände mit einer zusätzlichen Installationsvorwand (ohne Styropor oder sonstiger Dämmung) versehen. Dazu wurden im Abstand von max. 60cm Latten an die Kellerwände gedübelt, auf die wir dann die Rigips-Platten geschraubt haben. Das soll vor dem Estrich gemacht werden, damit die Wände schalltechnische vom Estrich entkoppelt sind. Zum Betonboden sind 1-2cm Abstand einzuhalten, d.h. bei unserer lichten Rohbauhöhe von 2,52m sind die Rigipsplatten mit 2,5m Höhe optimal.

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Außerdem hatten wir die Rohbauabnahme mit unserem Bezirks-Schornsteinfeger und weil wir ja bereits im Voraus alles mit ihm abgesprochen hatten, hatte er auch kaum etwas zu bemängeln. Eine Sache muss dann aber doch noch geändert werden und zwar wurde der Schornstein im Übergang zwischen den Stockwerken fest eingemörtelt. Laut unseren Schornsteinfeger ist das so nicht erlaubt, sondern hier muss zwischen Schornstein und Mörtel 2cm Steinwolle eingebracht werden, damit es nicht zu Dehnungsrissen kommt.

Fehlende Steinwolle um Schornstein Fehlende Steinwolle um Schornstein

Im Schlafzimmer hatten wir ursprünglich gegenüber vom Bett einen großen Pax Kleiderschrank geplant. Die Kommoden sollten in unsere Niesche mit Dachschräge neben dem Bett kommen. Für den Fernseher gab es so nicht mehr wirklich einen Platz. Nachdem uns nun aber sowohl Julia’s Mutter, als auch ein Freund bei der Begehung fragten, warum wir in die Niesche nicht einen begehbaren Kleiderschrank machen und statt dessen die Kommoden gegenüber vom Bett stellen und den Fernseher darüber, kamen wir doch ernsthaft ins Grübeln. In die Niesche passt wegen der Schräge allerdings kein Pax, so dass wir uns hier etwas anderes überlegen müssen. Vor allem auch, wie wir trotz Schräge da Schiebe- oder Falttüren hin bekommen.

Schlafzimmer-Niesche

Wie im Bienenstock…

Samstag, 15.10.2016 & Sonntag, 16.10.2016

Am Wochenende kümmern wir uns um die Eigenleistungen, die wir noch vor Beginn der Elektro- und Sanitärarbeiten erledigen sollten:

  • Zwischen Küche und Esszimmer wird eine Installationswand gebraucht, die später einmal als Platz für unsere LED-Trafos und Felix‘ Homeautomation dienen soll. Da Keitel nur Wände mit min. 15cm Dicke baut, uns das aber zu dick ist, übernehmen wir das selber. Da das kurze Wandstück von Keitel, an das wir anbauen, leider nicht ganz gerade ist, muss auch in der Installationswand ein kleiner Bauch ausgebildet werden. Pfusch mit Absicht. Alternative wäre das später alles gerade zu spachteln, aber da wird man ja zum Hirsch…

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  • Der HTR soll gestrichen werden, bevor Sanitär und Elektro mit dem Verlegen ihrer Leitungen beginnen. Allerdings herrschen hier bei uns erschwerte Bedingungen, weil die Spieße der Fa. Klotz, die die Decke stützen sollten, noch nicht demontiert sind, die Stoßfugen und Löcher noch nicht gespachtelt und man auch den Brauchwasserspeicher aufgrund der Spieße nicht verschieben kann… Gerade, als der erste Anstrich fertig (dort, wo es eben ging) und die Pinsel ausgewaschen sind, fährt am Samstag ein Wagen der Fa. Klotz vor mit zwei Mitarbeitern, die die o.g. Restarbeiten vornehmen sollen… Ganz schön blödes Timing. Also wird der HTR eben am Sonntag, als die Spachtelmasse getrocknet ist, nochmal gestrichen.

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  • Der bei der Hausmontage angefallene Müll wird getrennt und auf unseren Hänger geladen. Wahnsinn, was da an Müll anfällt… Übrigens: Für den Entrümpelungs-Müll des Stelltrupps hat sich Keitel entschuldigt und wird dafür sorgen, dass die Subfirma diesen wieder abholt. Keitel war hier ganz unserer Meinung, dass das kein normaler Baustellenmüll ist und hat super reagiert!

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  • Wir verschrauben unser provisorisches Eingangspodest und dokumentieren den Ist-Zustand des neu gebauten Hauses.

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Montag, 17.10.2016

Am Morgen treibt es uns in unseren neuen Lieblingsbaumarkt, um Leerrohre und Kabelschellen für das Verlegen unserer Netzwerk- und TV-Kabel zu besorgen. Drei große verschließbare Aluboxen zum Verstauen unseres Materials und Werkzeugs nehmen wir auch gleich noch mit. Als wir dann auf unserer Baustelle ankommen, sind wir ganz überrascht, dass es dort schon wie im Taubenschlag zu geht. Von Keitel steht ein Lieferwagen vor der Tür und der Mitarbeiter bringt die Außenfensterbänke für unsere Kellerfenster an. Fa. S+E, die sich um Elektrik und die Lüftungsanlage bei uns kümmert, ist auch schon da und zeichnete überall unsere Wunschsteckdosen an. Fa. Jetter, die sich um Sanitär bei uns kümmert, hat die Küche okkupiert und auch schon all ihre Rohre ausgeladen.

Um 10 Uhr geht es dann mit dem Elektriker durchs Haus und die Position aller Schalter und Steckdosen werden nochmals besprochen. Zum Ärger des Ausführenden sind die senkrechten Leerkanäle leider nicht immer sehr sinnvoll platziert, so dass nun kaum eine unserer Steckdosen wirklich in diesen Leerkanälen liegt… Im Keller wird uns gezeigt, wie genau Aufputzsteckdosen bei Keitel aussehen und wir kommen dann doch recht schnell von unserem Vorhaben ab, keine Sandwichplatten zu legen (allerdings werden wir wohl keine klassischen legen, weil wir nicht noch mehr Styropor im Haus wollen). Wenn man nämlich Sandwichplatten montiert, dann kann man die Steckdosen unter Putz bekommen… Das selbe im Duschbad UG mit den Sanitärrohren…

Weiter geht es mit Sanitär, wo wir nur nochmal die Höhe der Sanitärgegenstände bestätigen und dann draußen noch die Höhe der Außenwasserhähne definieren. Position der Wasserverteilung und der Netzwerkzentrale im HTR wird getauscht, eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, weil nicht jedes Kabel/Rohr dreimal im Kreis geführt werden muss.

Zum Schluss folgt noch unser Vertretungs-Bauleiter (unser richtiger Bauleiter ist verletzt), der sehr, sehr nett ist und sich all unsere Sorgen und Nöte (Müll des Stelltrupps, Kraterlöcher in der Decke UG vom Bohren der Montagelöcher, Beschädigung an der Erkerwand) anhört und verspricht, dass diese zeitnah behoben werden. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit unserem Haus und der Qualität.

Weil ja eh schon so viel los ist auf der Baustelle, rät man uns unsere Netzwerk- und TV-Kabel erst ab Donnerstag zu legen (ein schwerer Fehler, wie sich heraustellen wird), so dass wir am Montag eigentlich nur noch die Löcher für die Hohlraumdosen ausbohren (mit etwas Schwierigkeiten, weil unser Bohrer mehr Spielzeug als Werkzeug ist und wir den falschen Bohrkopf haben; Tipp: Man braucht einen Holz-Dosenlochbohrer, keinen Rigips-Dosenlochbohrer!) und den Abstellraum streichen lassen.

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Dienstag, 18.10.2016

Weil die Müllmenge mittlerweile Ausmaße annimmt, die kein normaler Mensch mehr bewältigen kann, haben wir nun doch einen kleinen 7cbm Baumischcontainer bestellt, der am morgen geliefert wird. Leider nimmt aktuell keiner der Containerdienste Styropor an, weil es vor kurzem eine Gesetzesänderung gab. Wir sind froh, dass unser Haus eigentlich nur wenig Styropor enthält…

Fa. Jetter hat bereits die Rohmontage im Duschbad EG und das Duschbad UG fertig gestellt. Die Heizung steht auf ihrem Podest, der Speicher auf Styropor, auch der Elektrokasten ist installiert und angeschlossen, d.h. ab jetzt brauchen wir keinen Baustrom mehr. S+E war fleißig und hat auch schon kräftig Kabel verlegt.

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Mittwoch, 19.10.2016

Fa. Jetter hat am Morgen ihre Zelte bei uns abgebrochen und ist zu einer anderen Baustelle weiter gezogen, weil eigentlich die Treppe hätte kommen sollen… Sie kam nicht und wird auch die ganze Woche nicht mehr kommen… D.h. wir und die Handwerker müssen weiterhin die Leiter hoch und (schlimmer) runter kraxeln.

Dafür hat S+E die Lüftungsanlagenrohre bereits fertig verlegt und die Lüftungsanlage angeschlossen (im HTR viel sinnvoller, als von Keitel geplant ohne Rohrüberschneidungen, so dass die Tür weiterhin aufgeht…) und im EG schon fast alle Leerdosen angeschlossen.

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Donnerstag, 20.10.2016

Gegen Mittag ist Fa. S+E mit der Elektroinstallation fertig und tritt den Heimweg an. Zeitgleich rücken wir an, um die Netzwerk- und TV-Kabel zu verlegen – und grübeln die ersten 2h erstmal, wo wir denn noch lang können, denn unser geplanter Weg ist durch Lüftungsrohre und existierende Kabel versperrt. Wir fragen uns, wo wir überhaupt noch gefahrlos Lampen und Regale anbringen können, weil gefühlt unser halbes Haus aus Kabeln und Rohren besteht, beschließen aber uns im Laufe der Woche noch einen Plan zu machen, in dem wir „Gefahrenzonen“ einzeichnen…

Beim Schlafzimmer versuchen wir noch alles in Leerrohren zu verlegen und scheitern kläglich. Wir wissen jetzt, warum die Elektriker die Netzwerkkabel nicht im Leerrohr verlegen wollten, weil man da quasi nicht über die Decke gehen kann. Also disponieren wir um und legen eben auch ohne Leerrohr. Vom Dachspitz bis zum Keller legen wir im ursprünglich für die PV-Anlage geplanten Schacht, der nun nicht genutzt wird, drei Leerrohre, „falls man in Zukunft mal was braucht“… Dieser Schacht mutiert im Laufe des Nachmittags zu unserer Datenautobahn, durch die eigentlich jedes Netzwerk- und TV-Kabel einmal muss. Die meisten Kabel verlegen wir in der EG-Decke und gehen dann durch die Decke nach oben in die jeweiligen Zimmer.Die fehlende Treppe kostet uns zusätzliche Zeit, weil wir nur eine Leiter haben und diese zwischen EG und OG und OG und Spitz immer hin und her räumen müssen. Zum Schluss deckt Julia UG und EG ab, Felix OG und Spitz und dann läuft die Sache. Nachts um 21 Uhr haben wir 9 Duplex-Netzwerkkabel, 4 SAT-Kabel und 3 Leerrohre verlegt. Die Zimmer im UG fehlen noch komplett (hier müssen wir über die EG Decke verlegen, weil auf dem Kellerboden ohne Katja-Folie nichts laufen darf) und jeweils ein Kabel jeder Sorte im Haus oben. Außerdem müssen noch die Leerrohre für die Lautsprecherkabel im Wohnzimmer gelegt werden.

Freitag, 21.10.2016

Um 16:15 Uhr haben wir den nächsten Termin mit unserem Gutachter vom VPB, der sich anschaut, was sich seit dem Keller getan hat. Er ist allgemein sehr zufrieden mit der Abdichtung rund um die Fenster und der Qualität des Hauses. Dass die Dachuntersichten schon vorgrundiert sind und wie die Fenstersimse abgedichtet sind, etc. hat ihm sehr gut gefallen.
Eigentlich gab es nur im Keller ein paar zweifelhafte Punkte, wegen denen wir nochmal bei unserem Bauleiter nachfragen werden…

Samstag, 22.10.2016 & Sonntag, 23.10.2016

Wochenenden sind bei uns ab sofort Eigenleistungstage… 😉
Wir verbringen unsere Zeit damit die restlichen Netzwerk- und TV-Kabel zu legen, die vier Kabelkanäle auf dem Boden zu befestigen (schlechte Idee!) und in Küche und Flur OG noch ein paar Stromkabel zu ziehen, wo wir später LED-Strahler einbauen wollen. Wir sind schon solche Handwerker vor dem Herren: vier Mal muss Felix zwischendrin zum Baumarkt fahren, weil uns irgendwas fehlt oder ausgeht… Wir müssen wirklich daran arbeiten unser Material besser zu planen… Was unsere Leerkanäle für die Lautsprecher angeht, die wir dediziert ab Werk haben planen lassen, kommt uns fast das Heulen: Die Elektriker haben sie anderweitig (für Steckdosen) verwendet und weil sie in der Außenwand sind – obwohl sie wussten, wofür sie eigentlich gedacht waren – ohne Rücksicht auf Verluste nach getaner Arbeit wieder ausgeschäumt… ;'( In drei der vier Kanäle haben wir es mit etwas Kreativität und viiiiiel Zeit geschafft trotzdem Lautsprecherkabel zu legen, für den letzten müssen wir noch noch etwas überlegen… Wir hoffen jetzt nur, dass die ganze Arbeit nicht umsonst war und die Kabel trotz der Nähe zu Stromkabeln nutzbar sind und keine Interferenzen auftreten… 🙁

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Vorbemusterung Bad – Ein durchwachsenes Erlebnis…

Heute morgen, pünktlich um 9 Uhr, standen wir bei Taxis zur Vorbemusterung vor dem Empfang.
Wir waren schonmal auf eigene Faust dort in der Bäderausstellung und hatten gehofft, heute bereits ein wenig die Bäder planen zu können, vielleicht schon die ersten Entscheidungen zu treffen und auch schon ein paar Preise zu erfahren. Wir hatten den Termin gemacht, damit wir am Tag der Bemusterung nicht alle Entscheidungen (und die Planung) spontan treffen müssen. Irgendwie lief das Ganze aber anders ab als erwartet…

Eine nette Dame führte uns durch die Fliesenausstellung, zeigte uns ein paar Fliesen, die im Standardpreis von 30 €/m² von Keitel lagen und betonte immer wieder „dass der Termin heute ja nur dazu da ist einen Eindruck zu bekommen, ob man mit dem Standard hinkommt“. Während wir bei dem Besuch auf eigene Faust von der Fliesenauswahl im Standard eher enttäuscht waren, gefielen uns heute die gezeigten Bodenfliesen auf Anhieb ganz gut. Bei den Wandfliesen haben wir uns etwas schwerer getan, aber wir glauben trotzdem, dass wir bei den Fliesen ohne Aufpreis auskommen werden (abgesehen vom Mehrpreis für das Verlegen des Formats 30x60cm).

Nachfolgend mal eine Auswahl unserer Favoriten (wir haben ja nicht alle gesehen, aber die gefallen uns schon ganz gut):
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Danach ging es weiter durch die Bäderausstellung mit einem anderen Mitarbeiter.
Er hatte sich die Liste mit Standardobjekten von Keitel ausgedruckt und zeigte uns diese alle. Hier hätten wir uns etwas weitergehende Beratung gewünscht, weil wir uns die Standardobjekte bei unserem letzten Besuch alle schon angeschaut hatten und wir jetzt schon wissen, dass wir mit der Standard Badewanne, Duschwanne und Waschbecken im Hauptbad nicht auskommen werden… Aber auch hier hieß es immer nur „das machen wir dann bei der richtigen Bemusterung“… Das war doch etwas frustierend für uns.

Von den (unserer Meinung nach) schönsten Standard Waschbecken haben wir aber auch mal Fotos gemacht und auch von den Standard Armaturen:
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Für die Toiletten konnten wir uns alle nicht wirklich begeistern, weil wir am liebsten spülrandlose wollen, auf die auch ein „normaler“ Toilettensitz passt, damit wir, wenn der mal ausgewechselt werden muss, nicht wieder Unsummen bezahlen müssen. Aber da wir heute ja nur den Standard angeschaut haben…

Wir sind dann noch eine Stunde selbstständig durch die Ausstellung gewandert und haben uns die Dusch- und Badewannen, Waschbecken und Toiletten sowie ihre Preise zu Gemüte geführt. Einen Katalog der Taxis Hausmarke durften wir dann auch noch mitnehmen.

Auf unsere Nachfrage, wann denn dann die eigentliche Badplanung passiere (also, wo welches Sanitärobjekt hin soll und solch nette Spielereien wie Einbauschränke, Vormauerungen, etc.), meinte man nur, da sollten wir am Besten schon eine recht genaue Vorstellung haben, wenn wir dann zur Bemusterung kommen. Interessant. Unsere Planerin von Keitel sagte uns, dass „das dann alles die Profis von Taxis mit uns planen“. Also mal wieder eine Planungsleistung, die man als Bauherr selbst leisten muss. Das ist okay für uns, wir fragen uns nur, wofür wir denn dann eigentlich so viel Geld für Planungsleistungen bezahlen, wenn doch sämtliche Vorgaben, Ideen und Pläne durch uns recherchiert, erarbeitet und zum Abzeichnen bereit gestellt werden.

Aktuell haben wir zwei Planungsideen:
BadV1 BadV1_3D BadV2 BadV2_3D

Version 2 gefällt uns besser, weil wir hier eine größere Badewanne, größere Dusche und mehr Stauraum hätten. Außerdem finden wir die Sitzgelegenheit in der Dusche toll und der Handtuchheizkörper hätte eine bessere Position.
Wehrmutstropfen ist, dass durch die größeren Sanitärobjekte natürlich auch alles teurer wird (weil kein Standard mehr), die Duschabtrennung eine Sonderanfertigung werden muss (wegen der Schräge) und der Platz unter dem Fenster für die Toilette zwar optimal genutzt ist, aber man beim Reingehen ins Bad eben auch direkt auf die Toilette blickt. Wir glauben aber, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen. Mal sehen, ob wir das immer noch so sehen, wenn wir dann irgendwann mal die Mehrkostenrechnung bekommen.

Was die Waschtische angeht, sind wir vom Preis-Leistungs-Verhältnis bei Sanitärhändlern eher frustriert. Wir tendieren deshalb dazu, die Waschbecken komplett rausrechnen zu lassen und uns diese selbst günstig im Internet zu besorgen. Für den Waschtisch darunter schwebt uns eine Selbstbaulösung mit Ikea Godmorgon oder Metod vor (übrigens um Längen bessere Qualität als viele Waschtischunterschränke beim Badhersteller!), wie z.B. in diesem tollen Blog hier beschrieben: Bad Waschtisch mit DIY Konsole mit Beton Ciré und Ikea Godmorgon.

Sollte uns beim nächsten Mal auch keine Toilette gefallen, werden wir die auch rausnehmen.
Dusche und Badewanne, Unterputzspülkasten sowie Fliesen lassen wir auf jeden Fall machen, weil das auch eine Sache der Gewährleistung ist. Aber ein Waschbecken oder eine Toilette an die Wand zu hängen, das bekommen wir grade noch so hin und da kann man auch nicht so viel falsch machen. Im schlimmsten Fall wird das Bad überschwemmt… Wir befürchten nur, dass die Minderpreise, die uns Keitel dafür anrechnet, vermutlich eher frustierend sind…

Resumée des heutigen Tages:
Eine Vorbemusterung ist auf jeden Fall zu empfehlen, um einen Eindruck zu bekommen, was im Standard ist und was nicht und ob man damit auskommt. Darüber hinaus bringt es allerdings nicht viel – man bekommt noch keine dedizierte Beratung und Preise bekommt man auch noch keine.