Die Würfel sind gefallen: Entscheidung für Keitel Haus

Die Würfel sind gefallen: Entscheidung für Keitel Haus

Gestern Abend, am 28.01.2016, haben wir in Brettheim bei Rot am See einen Vertrag über den Bau unseres Hauses mit Keitel Haus geschlossen. Wir haben davor (und auch danach) super geschlafen, so dass wir zuversichtlich sind, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Im Anschluss haben wir den Kauf mit einem zünftigen McMenü im McDonalds gefeiert. Wie es einmal aussehen soll (sofern wir beim Architektengespräch nicht noch große Veränderungen vornehmen), könnt ihr unter Unser Haus anschauen.

Unsere gesammtelten Erfahrungen mit allen Anbietern mit denen wir Kontakt hatten haben wir ja schon unter Resumee: 3 Jahre, 21 Anbieter zusammengefasst.

Unsere Gründe für Keitel-Haus:

  • Unser Berater war immer erreichbar, hat alle Fragen schnell und zufriedenstellend beantwortet, innerhalb kürzester Zeit hatten wir ein aktualisiertes Angebot (max. 2 Tage) und überhaupt ist es schon hervorzuheben, dass wir fast 3 (!) Jahre lang betreut wurden, ohne die Sicherheit, dass wir am Ende auch bei Keitel unterschreiben. Danke dafür!
    Einige Infos mussten wir uns allerdings selbst anlesen und dafür sorgen, dass wirklich alles im Angebot enthalten ist. Hier hatten vor allem die Massivhausanbieter klar die Nase vorne und wiesen uns auf Probleme in dem ein oder anderen Plan hin (z.B. Außenschornstein, Fertigteilgarage, Anbindung des Kaminofens an die Zentralheizung), von denen wir bei Keitel erst beim Architektengespräch erfahren hätten.
  • Wir bekommen ein individuell geplantes Haus, das exakt auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist und mit genau dem Grundriss, den wir wollen. Trotz des Preises sind wir nicht an Typenhäuser gebunden. Die Innenaufteilung können wir bis zur finalen Absegnung der Baupläne noch frei und kostenlos verändern, ebenso die Fenster und Türen verschieben. Da wir uns im Vorfeld aber schon wirklich viele Gedanken über unseren Grundriss gemacht haben, wird dies eher nicht mehr notwendig sein.
  • Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt einfach. Nachdem wir wirklich viele, viele Leistungsbeschreibungen und Angebote verglichen haben können wir sagen, dass Keitel, bei selbem Preisniveau, einfach überall einen Tick besser war. Dabei der größte Entscheidungspunkt: Wir erreichen KfW-55 Standard, während alle anderen Anbieter im selbem Preisniveau höchstens KfW-70 erreicht hätten. Weiter geht es mit besseren Fenstern, bessere Haustür, bessere Rolläden, bessere Dachziegel, bessere Fensterbänke bis hin zu bessere Wohnraumlüftung. Hätten wir diese „Extras“ bei anderen Anbietern dazu gewollt, wären wir dort 20-30t€ teurer geworden.
  • Wir kennen zwei glückliche Keitel-Haus-Besitzer-Familien und abgesehen von den üblichen Problemchen, die es beim Bau nunmal gibt, konnte man uns nichts schlechtes berichten. Nirgendwo im großen weiten Internet kann man auch nur eine schlechte Bewertung zu Keitel-Haus finden – das ist schon beachtlich.
  • Keitel-Haus veröffentlicht seine Bilanz für Jedermann sichtbar im Bundesanzeiger, wo man sich selbst davon überzeugen kann, wie gut es dem Unternehmen geht. Der Juniorchef legte uns bei den Vertragsverhandlungen sogar die Bilanz des Vorjahres vor, die noch nicht online verfügbar war – hier hat man nichts zu verbergen.
  • Keitel-Haus kam uns wirklich bei allen unserer Punkte, bei denen wir noch ein schlechtes Bauchgefühl hatten (vor allem die Standard Vertrags- und Zahlungsbedingungen) ohne Diskussion entgegen und stellte sich als sehr fairer Verhandlungspartner dar. Hätten wir vorher gewusst, dass hier wirklich alles Verhandlungssache ist, wäre das schlechte Bauchgefühl bei uns erst gar nicht entstanden.
  • Wir nahmen zwei Jahre in Folge am Tag der offenen Tür in Brettheim teil und konnten uns dort selbst von der Fertigungsqualität und den verwendeten Materialien überzeugen. Auch bekamen wir dort einen recht guten Eindruck, welche Ausstattung im Standard enthalten war und ob uns das reicht.

Holz, oder nicht Holz – das ist hier die Frage…

Bis zum Schluss waren wir uns nicht sicher, ob wir Stein auf Stein (Porenbeton oder Poroton) oder in Holzständerbauweise bauen wollen. Obwohl sich im Holzfertigbau in den letzten 20 Jahren so viel getan hat und die Häuser in Holzständerbauweise denen, die Stein auf Stein gebaut sind, sogar mittlerweile in vielen Punkten überlegen sind, so gibt es doch noch einige Vorurteile gegen ein Haus aus Holz, die uns natürlich auch verunsichert haben. Vor allem die Leute, die sich nie mit beiden Bauweisen beschäftigt haben, sind der Meinung, dass nur ein Haus aus Stein (naja, bzw. etwas, was so aussieht) etwas „rechtes“ ist.

Am Ende war es bei uns tatsächlich auch ein Kampf der Bauweisen und nicht nur ein Kampf der Anbieter, deshalb auch hier die Gründe, weshalb wir und für ein Haus in Holzständerbauweise entschieden haben:

  • Wir erreichen KfW-55 Standard mit 30 cm dicken Wänden und das komplett ohne Plastik und Styropor. Diesen Energiestandard kann man „massiv“ nur erreichen, wenn man entweder min. 40cm dicke Wände hat (was wieder ca. 10m² Grundstücksverlust bedeutet hätte) oder das Haus zusätzlich in Wärmedämmverbundsystem einpackt. Wir hatten mit Styropor und Plastik nie ein wirklich gutes Gefühl. Für uns kam nur ein diffusionsoffener Wandaufbau in Frage und nachdem wir bei selbem Preis mit Keitel 15% weniger Energie brauchen als bei einem vergleichbaren Massivhaus, war dies ein großer Punkt in unserer Entscheidung.
  • Vorurteil „Fertighaus bei gleicher Leistung teurer als Stein auf Stein“: Diese Aussage haben wir immer wieder von Massivhausanbietern gehört. Zumindest für den Großraum Stuttgart können wir diese Aussage aber nicht mit Fakten bestätigen. Bei gleicher (oder besserer) Leistung hatte hier ganz klar Keitel die Nase vorne. Wahrscheinlich setzen die Massivhausanbieter darauf, dass man diese Marketingaussage einfach glaubt und nicht vergleicht.
  • Vorurteil „Schallschutz“: Man wird immer wieder mit der Aussage konfrontiert, dass ein Haus in Holzständerbauweise „hellhöriger“ sei. Das Problem beim Stein ist: Je besser der Dämmwert, desto schlechter der Schallschutz. Wir haben uns ein paar Zahlen und Fakten angesehen und müssen uns um den Schallschutz in unserem Holzständerhaus im Vergleich zum heute üblichen Porenbeton keine Sorgen machen.
    Keitel Schalldämmwert Außenwand: 45 dB, Innenwand: 46 dB
    Der Schalldämmwert einer Porenbetonaußenwand von 30 cm beträgt 46 dB (Quelle: Ytong).
    Abgesehen davon sind auch unsere subjektiven Erfahrungen bei Freunden und Bekannten in Häusern unterschiedlicher Bauweise so, dass ein Holzständerhaus einem „Steinhaus“ in Sachen bemerkbarem Schallschutz nichts nachsteht. Wenn man an der Autobahn baut, sollte man sich vielleicht mit Kalksandstein oder bestimmten Porotonarten beschäftigen, diese können tatsächlich einen besseren Schallschutz erreichen, benötigen dann aber wieder zusätzliches Dämmmaterial und sind auch teurer.
  • Vorurteil „Widerverkaufswert“: Fertighäuser, die in den 50er-80er Jahren errichtet wurden, erzielen heute einen ca. 20% geringeren Widerverkaufswert als ein vergleichbares Haus in Massivbauweise. Abgesehen davon, dass die heutigen Fertighäuser ihren Vorfahren in Sachen Werthaltigkeit und Wohngesundheit einiges voraus haben (wir hätten auch kein Fertighaus aus diesen Baujahren gekauft!), kann niemand voraus sagen, wie die subjektive Bewertung eines heute gebauten Fertighauses in 50 Jahren aussieht. Und die Tatsache, dass wir schon heute 10% weniger für ein qualitativ hochwertigeres Haus in Holzständerbauweise bezahlen als für ein vergleichbares Haus in konventioneller Bauweise, gibt uns Hoffnung, dass sich bei einem evtl. Widerverkauf 20% wieder relativieren.
  • Vorurteil „Ein Fertighaus ist schneller gebaut“: Das stimmt so leider nicht mehr. Auch wenn das Aufstellen des Fertighaus-Rohbaus vor Ort nur ca. 2 Tage in Anspruch nimmt, so ist die Zeit von Vertragsabschluss bis Einzug beim Holzständerhaus und einem konventiell gebauten Haus in etwa gleich. Der Innenausbau benötigt in etwa genauso viel Zeit und in der Zeit, in der der Rohbauer schon auf der Baustelle mauert, wird beim Fertighaus eben die Planung für den Bau im Werk gemacht. Was man aber bedenken sollte ist, dass ein Steinhaus aufgrund des Baustoffes eigentlich deutlich längere Trocknungszeiten benötigt, weshalb eine kurze Bauzeit beim Massivhaus nicht unbedingt positiv zu sehen ist. (Setzrisse lassen grüßen.)

Und zum Schluss noch ein Zitat aus der Keitel-Unternehmenszentrale:

Ich habe nie verstehen können, warum die Deutschen, die so viel Holz in ihren Wäldern haben, sich partout darauf versteifen, Häuser aus Stein zu bauen. Jetzt allerdings, wo ich weiß, über welche Mengen von Rheumabädern Deutschland verfügt, sehe ich ein, dass die Deutschen in feuchten Steinhäusern wohnen müssen. Wo sollten sie sich denn sonst den Rheumatismus holen, ohne den ihre Rheumabäder überflüssig wären? ~ Mark Twain

Felix‘ Suche nach dem Grenzstein…

Felix‘ Suche nach dem Grenzstein…

Heute hat sich Felix auf die Suche nach den Begrenzungssteinen unseres Grundstücks begeben. Da wir als einen der nächsten Schritte den Vermesser beauftragen müssen, um die Geländeaufnahme zu machen und einen Lageplan zu erstellen, und sich die Existenz der Grenzsteine (oder deren Nichtexistenz) deutlich auf den Preis für die Vermessungsleistung auswirkt, hat sich Felix heute mit Rechen und Handschaufel bewaffnet auf die Suche nach eben diesen begeben.

Die ersten drei Grenzsteine (Süd-Osten, Nord-Osten, Nord-Westen) waren durch die angrenzenden Wege schnell gefunden, für den Grenzstein im Süd-Westen legte er auf knappen 3 m² die Grasnarbe frei. Hierfür borgte er sich von der Baustelle gegenüber eine „richtige“ Schaufel. Eineinhalb Stunden später, Blasen an den Händen und in Matsch paniert, gab er die Suche erstmal auf.  Mit Maßband und Lageplan bewaffnet werden wir uns am Wochenende nochmals auf Schatzsuche begeben.

Grenzsteine

Bei dieser Gelegenheit stellte er außerdem fest, dass die Grenzsteine des Grundstücks im Norden in den letzten Tagen freigelegt wurden. Das kann eigentlich nur bedeuten, dass hier auch gebaut werden soll, oder dass das Grundstück verkauft wurde oder wird…

Resumee: 3 Jahre, 21 Anbieter

In den vergangenen drei Jahren haben wir uns mit zahlreichen Bauanbietern (Massiv wie Holzständer) unterhalten, Angebote eingeholt und uns eine Meinung gebildet.
Diese Meinung ist rein subjektiv und Resultat unserer Erfahrungen mit meist nur 1-2 Mitarbeitern dieser Firmen. Wir wollen trotzdem zu jeder Firma, mit der wir Kontakt hatten, ein paar Worte sagen – was ihr daraus macht ist eure Sache.

Die Entscheidung, ob wir nun Massiv oder in Holzständerbauweise bauen werden, haben wir bis ganz zum Schluss offen gehalten. Wir sehen die Vorteile beider Bauweisen.

Engere Auswahl:

  • Keitel Haus GmbH – Brettheim (Holzständer)
    Keitel war unsere erste Anlaufstelle und der einzige Anbieter, der uns über die vollen drei Jahre begleitete. Empfohlen wurde er uns von Freunden, die vor ein paar Jahren mit ihnen gebaut hatten. Außerdem kannten wir noch weitere glückliche Keitel-Haus-Besitzer. Nachdem wir uns über das erste Angebot etwas aufgeregt hatten, bekamen wir beim zweiten Anlauf ein faires Angebot, das alle unsere Wünsche enthielt. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Angebot von Keitel unser „Maßstab“ für alle folgenden Gespräche und Angebote, die wir einholten. Unsere Fragen und Änderungswünsche wurden immer innerhalb kürzester Zeit beantwortet und ins Angebot eingearbeitet und auch bei den Zahlungs- und Lieferbedingungen kam man uns in jedem unserer Punkte entgegen. Beratungstechnisch gibt es in der Angebotsphase noch etwas Verbesserungspotential, aber das Gesamtpaket stimmt einfach.
  • Ehing Wohnbau GmbH – Neustetten (Massiv)
    Ehing Wohnbau ist ein Franchisenehmer von Town & Country, baut aber individuell. Auf diesen Anbieter aufmerksam wurden wir über den Baublog http://aupnn.blogspot.de, zu dessen Bauherren wir darauf hin Kontakt aufnahmen und uns sogar das Haus live anschauen durften. Nach unseren eher schlechten Erfahrungen mit der Town & Country Holding waren wir zuerst skeptisch, aber Ehing Wohnbau hat diese Bedenken alle ausgeräumt. Der „Ehing Standard“ ist schon deutlich höher als der normale Standard von Town & Country. Außerdem baut Ehing monolithisch, d.h. ohne zusätzliches WDVS zwischen Stein und Putz. Natürlich kann der Preis dann mit dem Lockangebotspreis auf der Webseite nicht mehr mithalten. Ehing hat uns (verglichen mit anderen lokalen Anbietern) ein wirklich gutes Angebot gemacht und auch die Beratung und würden wir als gut einstufen.

Nach erstem Angebot raus:

  • Hanlo Haus GmbH – Graz (Ö) (Holzständer)
    Dem Berater von Hanlo verdanken wir ein Stück weit, dass wir nun doch gebaut haben, weil er uns neue Hoffnung geschenkt hat uns nochmal mit dem Thema zu beschäftigen. Er hat auch sehr geduldig alle spitzfindigen und misstrauischen Kommentare von Julia ertragen und versucht alle unsere Fragen zu beantworten. Das Gefühl, dass wir mehr Ahnung vom Bauen (und seiner Leistungsbeschreibung) hatten als er, wurden wir aber nie los. Trotz seiner anfänglichen Beteuerungen bestätigte sich unser erstes Gefühl, dass wir am Ende für ein nicht ganz passendes Typenhaus (zugegeben, mit diffusionsoffenem Wandaufbau inkl. Installationsschicht) genauso viel zahlen sollten wie für ein individuell geplantes Haus. Das und ein paar andere Dinge, die bei uns ein ungutes Gefühl hinterließen, brachten uns dazu den Kontakt abzubrechen.
  • Wolf  Haus GmbH – Osterhofen (Holzständer)
    Wolf Haus hat uns von der Ausstattung und Qualität seiner Baumaterialien wirklich begeistert. Leider wird das Bauprojekt nicht wirklich ganzheitlich betrachtet („Ich bin nur für das Hausangebot da, wo das dann genau auf dem Grundstück stehen soll und auf welcher Höhe und so müssen Sie danach mit dem Architekten klären.“), was aber bei den Anbietern der Holzständerfraktion generell Gang und Gebe ist. Am Ende war das Angebot aber einfach zu teuer für das, was wir bekommen hätten.
  • B + M Schlüsselfertiges Bauen GmbH – Herrenberg (Massiv)
    Sehr nette familiäre Beratung und gute Bauqualität aber das Preis-Leistungs-Verhältnis bei „gehobener“ Ausstattung (Fußbodenheizung, KWL, LWW) hat unserer Meinung nach einfach nicht gestimmt.
  • Egeler Bauteam GmbH – Bondorf (Massiv)
    Vier Stunden verbrachten wir in den Räumen von Egeler beim Erstkontakt. Wir waren sehr begeistert! Wir dachten wirklich, wir hätten endlich unseren Anbieter gefunden. Das Angebot enttäuschte uns dann allerdings. Unser Wunschgrundriss war einfach um 10% verkleinert worden, die Fenster nur halb so groß wie gewünscht, die Deckenhöhe niedrig, die Ausstattung im Vergleich zu anderen Anbietern schlechter aber der Preis höher. Die Leistungsbeschreibung bestand aus zwei DIN A4 Seiten und es blieben einfach zu viele Punkte zu klären/offen bei bereits ausgereiztem Budget. Schade!
  • Staufen Massivhaus GmbH – Eislingen (Massiv)
    Mit Staufen haben wir uns auf Anraten einer Freundin unterhalten, die uns ihre Angebotsunterlagen zukommen hat lassen. Fast schon der Einleitungssatz war „Ja, das was Sie da haben ist die Leistungsbeschreibung und Preisliste von Mai 2014 – die gilt so nicht mehr“. Scheinbar haben sich die Preise bei gleicher Leistung in den letzten 1,5 Jahren um ca. 50.000€ erhöht. Innerhalb kürzester Zeit wurde an allen Ecken und Enden unserer Anforderungen „gestrichen“. Ein gutes Gefühl hinterließ das bei uns nicht, wo wir doch zu diesem Zeitpunkt schon wussten, dass wir all unsere Wünsche von einem anderen Anbieter im Budget erfüllt bekommen konnten. Als das Angebot dann bei schlechterer Leistung (das Haus hätte gerade so die Standards der EnEV 2009 erfüllt, unser zusätzliches Bad im UG fehlte, der Grundriss wurde „vergewaltigt“ um ihn irgendwie in 9,24m x 9,24m zu quetschen) auch noch teurer war fiel uns die Wahl gegen diesen Anbieter leicht. Und natürlich war das Angebot nur bis 30.12.2015 gültig, da (wieder) eine Preiserhöhung kommen sollte, denn EnEV 2014 durfte man ja ab Januar 2016 nicht mehr bauen.
  • Linkenheil GmbH – Herrenberg (Massiv)
    Der Kontakt mit Linkenheil war von Anfang an irgendwie eine suspekte Sache. Die Linkenheil Projektsteuerung und Entwicklung GmbH ist ein Generalübernehmer, d.h. sie erbringen selbst keine eigenen Bauleistungen, sondern fungieren als eine Art Festpreis Architekt. Mal abgesehen davon, dass der Angebotspreis schlappe 100.000€ über unserem zuvor genannten Budget lag, wurden wir das ungute Gefühl hier einfach nicht los. Und wir wollten auch keinen kostenpflichtigen Planungsauftrag vergeben ohne zu wissen, ob wir am Ende überhaupt ein Haus bekommen, dass uns gefällt.
  • Denkinger GmbH – Jungingen (Massiv)
    Denkinger wurde uns von Julias Kollege und einem Mitarbeiter auf dem Rottenburger Bauamt empfohlen. Nach dem ersten Termin waren wir wirklich begeistert! Das war mit Abstand das beste Beratungsgespräch, das wir in drei Jahren geführt hatten und wir wurden vom Berater auf Dinge hingewiesen, die alle anderen bisher nicht erwähnt hatten, bzw. auf die wir den Vertriebler hinweisen mussten. Der erste Hausentwurf war vielversprechend, der Berater hatte sich wirklich viel Mühe gegeben unsere Wünsche alle aufzunehmen und den Grundriss um seine zusätzlichen Ideen ergänzt. Einen genauen Preis bekamen wir zwar nicht, sondern nur einen ungefähren (der zu hoch lag), aber es wurde uns versichert, dass wir das schon in unserem Budget hinkriegen. Wir veränderten den Grundriss nochmal und behielten nur den Treppenhauserker. Und danach warteten wir auf das Angebot. Und warteten weiter. Und warten heute noch. Wir hatten unsere Zeitplanung von Anfang an klar kommuniziert, doch jedes Mal, wenn wir nachfragten, war der Berater entweder krank, oder im Urlaub. Nach zwei Monaten Warten brachen wir die Sache ab. Wir wussten schon, dass es nur KfW70 Standard werden würde und dass Denkinger nicht zu den günstigen Anbietern zählt. Beratungstechnisch top! Was Geschwindigkeit und Verlässlichkeit (zumindest in der Angebotsphase) angeht nicht so.

Nach Beratungsgespräch raus:

  • WeberHaus GmbH – Rheinau (Holzständer)
    Eigentlich hat uns Weber Haus anfangs ganz gut gefallen. Als im Erstgespräch mit der Beraterin jedoch die Aussage „unter 750.000€ müssen Sie gar nicht anfangen“ und „aktuell haben wir eine Wartezeit von 12 Monaten ab Vertragsschluss“ fiel, war Weber Haus für uns gestorben.
  • Platz Haus GmbH – Bad Saulgau (Holzständer)
    Von Platz Haus waren wir sehr begeistert. Wir haben an einer Werksführung teilgenommen und waren sehr angetan vom Unternehmen und dem Wandaufbau (diffusionsoffen mit Installationsschicht). Leider konnten wir uns die Preise nicht leisten. Später wurde Platz von Kampa aufgekauft und die nette Platz Beraterin versuchte uns ein Kampa Haus zu verkaufen – Kampa hatten wir zu diesem Zeitpunkt aufgrund des nicht diffusionsoffenen Wandaufbaus aber schon verworfen.
  • Beilharz GmbH & Co. KG – Vöhringen (Holzständer)
    Auch Beilharz hat uns von der Qualität der verwendeten Materialien, dem Standard und dem Wandaufbau (diffusionsoffen mit Installationsschicht) gut gefallen. Auch der Berater war sehr nett. Leider wäre in unserem Budget maximal eins der Modulhäuser drin gewesen und das kam für uns dann doch nicht in Frage.
  • Erich Brösamle GmbH – Jettingen (Massiv)
    Hier hatten wir unseren mit Abstand schlimmsten Termin und können deshalb auch nur von diesem Unternehmen abraten. Die Beraterin wollte uns eines ihrer Typenhäuser aufschwatzen und war gekränkt, als wir ihr unsere Vorstellungen und Grundrisswünsche erläutern wollten. Als sie dann ohne sich überhaupt unsere Vorstellungen anzuhören einen unglaublichen Mindestpreis nannte und auf Nachfrage, wie man diesen denn verringern könnte nur mit „das geht nicht“ antwortete, brachen wir den Termin ab. Gnädigerweise bot sie uns dann noch an, dass wir uns ja melden könnten, falls einer ihrer Konkurrenten ein günstigeres Angebot macht. Dann würden sie vielleicht mitziehen. Nach diesem Termin hätten wir aber lieber mehr bezahlt, als nochmal auf dieses Unternehmen zu zu gehen. Auf Leute, für die Kundenwünsche nur unnötige Ärgernisse sind, können wir verzichten.
  • Fensterle Bauunternehmen GmbH – Ertingen (Beton-Fertigteil)
    Das war irgendwie auch schräg… Auf Fensterle wurden wir über ein Angebot auf einem der Immobilienportale aufmerksam. Die bauen Häuser aus Betonfertigteilen. Mit dem Berater (der wahlweise auch Holzständerbauweise von einer anderen Firma verkauft), hatten wir zwar einen Termin und haben auch ein Angebot bekommen, allerdings wurde uns schon während des Gesprächs klar, dass das wohl eher nicht unser Partner wird.
  • Bundesverband Haus der Handwerker e.V. – Stuttgart (Massiv)
    Das Haus der Handwerker erschien uns zuerst wie ein sinnvolles Konzept: Es ist wie Bauen mit dem Architekten, dieser vegibt aber nur an Handwerker von Haus der Handwerker und dadurch bekommt man einen Festpreis. Die Beratung und das Angebot waren auch ganz gut, aber die schlechte Publicity im Internet und unser Bauchgefühl wollten irgendwie nicht.

Nach Erstkontakt raus:

  • KitzlingerHaus GmbH & Co. KG – Sulz am Neckar (Holzständer)
    Das Haus „Fellbach“ in der Musterhausausstellung in Fellbach hatte es uns lange sehr angetan. Die komplett verglaste Südseite und der Luftraum über dem verglasten Erker-Essplatz war genau das, was wir uns auch wünschten. Leider wurde uns schnell klar, dass Kitzlinger eher in der Öko-Ecke aktiv ist, was natürlich toll ist, aber außerhalb unseres Budgets lag.
  • Heinz von Heiden GmbH – Isernhagen (Massiv)
    Heinz von Heiden wurde uns von einem ehemaligen Arbeitskollegen empfohlen. Aber auch hier konnten wir uns mit keinem der Typenhäuser anfreunden. Außerdem war der Berater, mit dem wir Kontakt hatten, extrem unfreundlich und desinteressiert.
  • Kampa GmbH – Aalen (Holzständer)
    Bei Kampa haben uns die Grundrisse besonders gut gefallen. Aufgrund des Wandaufbaus und des überheblichen Beraters in der Fertighausausstellung verloren wir allerdings schnell das Interesse.
  • SchwörerHaus KG – Hohenstein (Holzständer)
    Schwörer war für uns relativ schnell nach einem ersten Besuch in der Fertighausausstellung raus. Julias Frage, was genau denn die „Schwörer Synergietechnik“ Wärmedämmung sei, die sie außen auf die Wand packen, wurden nicht zufriedenstellend beantwortet. Seit uns dann noch Freunde bei einem Rundgang in ihrem Neubaugebiet mal ein Schwörerhaus von außen zeigten, können wir nun überall leicht erkennen, wer ein Schwörerhaus gebaut hat: Man erkennt sie an der Kante zwischen den Stockwerken, weil der Putz schon ab Werk angebracht wird. Deshalb verschalt Schwörer seine Häuser gerne mit Holz, dann fällt das nicht so auf. Schwörer installiert allgemein viele Leistungen bereits ab Werk, was sich positiv auf den Preis auswirkt, aber irgendwie nicht das ist, wonach wir gesucht haben.
  • TAL-Wohnbau GmbH – Weissach im Tal (Holzständer)
    Ja, warum sind die eigentlich rausgeflogen? Der Berater war sehr nett, Wandaufbau war auch okay (diffusionsoffen), aber irgendwie ist der Funke nicht übergesprungen.
  • Trendplan Haus GmbH – Langenau (Massiv)
    Preise und Leistungsbeschreibung bei Trendplan klangen eigentlich ganz vernünftig. Wir haben kein Angebot eingeholt, weil sie uns einfach zu weit weg erschienen.
  • Town & Country (Massiv)
    Nach einer Anfrage per Email telefonierte Julia über eine Stunde mit der Beraterin. Das Unternehmen erschien uns danach ziemlich intransparent und wir waren vom niedrigen Standard enttäuscht. Da Julia in diesem Telefonat zu kompetent gewirkt hatte, weigerte man sich außerdem uns eine Bau- und Leistungsbeschreibung zuzuschicken „wegen der Konkurrenz“… 😎
Auflassung und Versicherung

Auflassung und Versicherung

Die nächste Rechnung ist uns ins Haus geflattert: Der Notar möchte gerne Geld für die Beantragung der Auflassung im Grundbuch für unser Grundstück und die damit verbundene Löschung der Vormerkung.

Pünktlich zum Wintereinbruch haben wir außerdem eine Grundstückshaftpflicht abgeschlossen, die uns für den Fall, dass jemandem auf unserem Grundstück etwas zustößt, gegen Schadensersatzforderungen absichert. Diese kostet wirklich nicht die Welt und wenn dann doch was passiert, ist man froh sie gehabt zu haben.