Die spinnen doch alle!

Im Mai 2015 waren wir nahe daran ein Haus aus den 60ern in Weil im Schönbuch zu kaufen.
Bei einem zweiten Besichtigungstermin zusammen mit Julias Vater kamen dann aber so viele Mängel zu Tage (unter anderem ein von der Maklerin mutwillig verschwiegener Wasserschaden im Keller), dass es uns sinnvoller erschien uns dagegen zu entscheiden.
Ein auf den ersten Blick sehr schönes Haus aus den 70ern in Weil im Schönbuch Neuweiler stellte sich ebenfalls als schwer sanierungsbedürftiges Fertighaus heraus.

Da kann man echt die Lust verlieren.

Das war dann auch der Moment, wo Felix Julia verbot weiter nach Häusern zu suchen. Sie musste all ihre Suchaufträge löschen und durfte nicht mehr in die Zeitungen schauen. Ab nun übernahm Felix die Haus/Grundstückssuche.

Zwei „Highlights“ aus der Zeitung, die uns fast an den Rand der Verzweiflung trieben, wollen wir euch nicht vorenthalten:

„Junge Familie sucht Haus in Stuttgart-Vaihingen. Können sofort bar zahlen.“

und

„Junge Familie sucht Grundstück, bevorzugt in Aussichtslage. Budget: 1-2 Millionen.“

Noch Fragen?

Neubau? – Nein danke!

Im Oktober 2014 gaben wir es uns nochmal richtig und verbrachten fast unseren ganzen Urlaub mit Verkaufsgesprächen in der Hausausstellung in Fellbach.

Danach waren wir so frustriert, dass wir das Thema „Haus bauen“ ad acta legten.

Die Preise waren Mondpreise.
Die Anbieter alles Verbrecher.
Und ein Grundstück, das auch nur irgendwie in unser Budget gepasst hätte fanden wir auch nicht.

Wir konzentrierten unsere Suche von da an fast ausschließlich nur noch auf Bestandsimmobilien. Auch hier wollen wir euch die Highlights nicht vorenthalten:

  • ein Haus aus den 80ern in Gärtringen-Rohrau mit vermieteter ELW, einfach zu wenig Garten
  • ein Haus aus den 50ern in Heimsheim mit feuchtem Keller und komplett Sanierungsbedürftig
  • ein Haus aus den 80ern in Deckenpfronn mit total verbautem Grundriss
  • ein Haus von 2005 in Deckenpronn in super Zustand, echt schön und fairer Preis aber Minigarten
  • eine Doppelhaushälfte aus den 70ern in Herrenberg-Kuppingen, guter Zustand, guter Preis, aber kleiner Garten und irgendwie doch nicht das, was wir suchten
  • ein wunderschönes Haus mit wunderschönem Garten aus den 60ern in Gäufelden-Nebringen, dessen Besitzer es uns unbedingt verkaufen wollten. Leider machte uns der Zustand, die Bauweise und die Lage des Hauses etwas Sorgen, so dass wir uns dagegen entschieden

Suche im Bestand

Unsere erste Bestandsimmobilie besichtigten wir im Mai 2014.
Ein Fachwerkhaus aus den 50ern in Deckenpfronn.
Der Preis klang interessant.
Die Stromleitungen waren über Putz verlegt. Das Dach hatte ein Leck. Die meisten Zimmer waren Durchgangszimmer und die Badewanner stand in der Garage auf dem Boden (um das Bad zu vergrößern hatte man einen Wanddurchbruch zur Garage gemacht. Die „Badaußenwand“ war ein aus Sperrholz zusammengezimmerter Verschlag innerhalb der Garage. Unnötig zu erwähnen, dass diese „Verbesserung“ natürlich ein Schwarzbau war).

Es folgten weitere Bestandsimmobilien, unter anderem eine Doppelhaushälfte von 1997 in Weil im Schönbuch, die vom Zustand ganz gut war, der Garten uns aber zu klein.

Und ein Fertighaus in Weil der Stadt Münklingen, dessen Grundstück zwar schön groß war, das Haus aber so bescheuert draufgesetzt, dass 50% davon als Einfahrt verwendet wurde (manchen Leuten ist sowas ja wichtig).