KW 17-22: Der Anfang vom Ende

KW 17-22: Der Anfang vom Ende

24.04.2017 – 04.06.2017

Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Fa. Klotz hat in KW 22 damit angefangen den Arbeitsraum wieder auszuheben und Drainage und Dämmung rückzubauen, damit dann ab KW 23 die Mängel am Keller behoben werden können.

Süd + West aufgebaggert und rückgebaut Westeite aufgebaggert und rückgebaut Lichthof aufgebaggert und rückgebaut Wiedersehen mit dem Baustellenklo

Es besteht also noch Hoffnung, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft wirklich in unserem Haus wohnen werden…

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Unabhängig davon, haben sich auch im Inneren des Hauses wieder ein paar Kleinigkeiten getan:

  • Wir haben alle Sockelleisten im EG und OG angeschraubt und die Schraubenköpfe alle mit weißer Farbe übermalt.
    Sockelleisten verschraubt und bemalt Sockelleisten verschraubt und bemalt
  • Unsere Schiebetüre aus Glaselementen haben wir zwischen Flur und Wohnzimmer eingebaut. Gekauft haben wir sie bei Metallbau Heuser und bis auf ein kleines Problemchen mit dem Griff, passte alles perfekt! Hr. Heuser war supernett, responsive und leistete sogar noch telefonischen Kundensupport.
    Glasschiebetür
  • Im EG Bad haben wir unsere Duschkabine eingebaut.
    Duschkabine komplett eingeklappt Duschkabine teilweise eingeklappt Duschkabine geschlossen
  • Im Wohnzimmer steht auch unser erstes Möbelstück. Mit 10 Wochen Lieferzeit hatten wir eigentlich erwartet, dass unsere neue Couch als eines der letzten Teile ins Haus kommt. Dass sie der erste Einrichtungsgegenstand sein würde, konnten wir damals noch nicht ahnen…
    Das erste Möbelstück
  • Wir haben unsere Treppe in den Dachspitz bei www.raumspartreppen.net bestellt. Passend zu unserer Haupttreppe mit weißen Wangen, Geländerstäben aus Edelstahl und den Stufen und Handlauf in Eiche.
    Raumspartreppe Eichsfeld Raumspartreppe 1/2 gewendelt

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KW 8: Besenrein

20.02.2017 – 26.02.2017

Diese Woche haben wir den Fußbodenbelag in der Diele fertig gelegt. Auch in den Bädern hat sich einiges getan: Unsere Waschbecken wurden an die Wand geschraubt und angeschlossen. Auch die Dreieckswand wurde fertig tapeziert. Und als wäre das alles nicht schon genug, haben wir auch in der Küche weiter gebastelt, die Schränke alle miteinander verschraubt, die horizontalen Türen an den Hochschränken angebracht und auch schon einige Schubladen auf- und eingebaut. Da nun hoffentlich nur noch wenige Handwerker ins Haus kommen, haben wir auch unsere Treppe ausgepackt und gereinigt. Ein paar Macken und Schrammen hat sie leider schon abbekommen…

Bodenbelag in der Diele Waschbecken im Bad EG Umgebautes Godmorgon Einbau der Badarmatur Dreieckswand tapeziert Waschbecken in Bad OG Wohn-Esszimmer Küche Work in Progress Backofen, Spülmaschine und Co. eingebaut Küche Work in Progress Flur mit ausgepackter Treppe Ausgepackte Treppe

 

KW 1: Grüstbau zu Hailfingen…

02.01.2017 – 08.01.2017

Den Tiefengrund von den Fenstern und der Treppe zu entfernen kostete uns noch weitere zwei Tage…
Tut euch einen Gefallen und spritz das Zeug nie – NIE – ohne abzukleben!
Auch, wenn alles rückstandslos wieder weg gegangen ist, so hätte uns das einfache Abkleben doch drei Tage schrubben gespart… Wenigstens wird so die Endreinigung etwas schneller gehen…

Unbequemer geht's kaum... Treppe reinigen Im Sitzen gehts auch... Fenster reinigen...

Der Vinyl, den wir uns bereits vor einem Jahr ausgesucht haben (Parador Vinyl Basic 30 Eiche Natur, Herstellernummer: 1442047) und super zu unserer Treppe passt, wird leider nicht mehr hergestellt. Der Nachfolger (Parador Vinyl Basic 30 Eiche Natur, Herstellernummer: 1649299) hat leider eine gebürstete Struktur und keine Holzstruktur, was uns nicht so gut gefällt. Also haben wir das Internet abgesucht, um irgendwo vielleicht doch noch unseren Wunschboden aus Restbeständen zu bekommen. Leider Fehlanzeige… D.h. wir müssen uns jetzt kurzfristig eine Alternative suchen…

Auch das Auswählen von Fliesen für den Technik- und Abstellraum gestaltete sich schwieriger, als erwartet… Alle, die uns gefielen, waren entweder zu teuer, oder nicht durchgefärbt und/oder es existieren keine passenden Sockelfliesen… Deshalb haben wir uns jetzt entschieden im Keller keine Sockelfliesen anzubringen, sondern einfach Sockelleisten aus Kunststoff – erfüllt den selben Zweck, eröffnet uns mehr Alternativen und ist auch deutlich günstiger.

Außerdem fiel in Hailfingen der erste Schnee und verwandelte unser Grundstück in ein Winterwonderland. So zugeschneit sieht der Garten gar nicht mehr so sehr nach Betonwüste aus.

Vinyl Inspektion Schnee Eingeschneites Haus Eingeschneites Haus Mal eine ganz andere Perspektive...

Im Treppenaufgang bauten wir unser neues Leitergerüst auf, um die Schräge und die Wand über der Galerie zu tapezieren. Der Aufbau des Gerüsts war fast herausfordernder, als das eigentliche Tapezieren, es hat uns aber gute Dienste geleistet. Die Wände rund um die Treppe haben wir extra noch nicht tapeziert, weil wir damit warten wollen, bis die Bade- und Duschwannen eingebaut sind. Die Wände haben schon einige neue Macken durch die Türzargen erhalten und wir glauben, dass es nach der Badewanne nicht unbedingt besser aussieht. So haben wir die Möglichkeit ggf. neue kleine Macken nochmal zu Spachteln, bevor wir sie dann Tapezieren und Streichen, wenn außer uns niemand mehr dort rein kommt. Auch der Teil des Kellerabgangs, der zum EG gehört, wurde tapeziert.

Leitergerüst für die Galerie Kleines Gerüst im Kelleraufgang Leitergerüst auf der Treppe Tapezieren hinter Gittern Diele und Galerie tapeziert

Im Kellerabgang haben wir an der Dreieckswand Eckprofile und die letzten Rigipsstückchen angebracht. Und die mit Zementmörtel gespachtelten Deckenfugen und Kraterlöcher im Keller wurden mit der Flex glatt geschliffen, damit wir dort auch bald Tapezieren und Streichen können. Außerdem haben wir in unserer Küche die LED Strahler eingebaut und sind sehr zufrieden.

LED Strahler in der Küche

KW 48 & KW 49: Stairway to… Hell?

KW 48 & KW 49: Stairway to… Hell?

28.11.2016 – 11.12.2016

Nein… unser schönes neues Haus als Hölle zu bezeichnen wäre gefrevelt, aber „Heaven“ ist es eben auch noch nicht ganz…

Was der Titel aber auch vermuten lässt: Unsere „echte“ Treppe wurde eingebaut. Da diese ja nun erst nach dem Estrich eingebracht wurde, musste dieser an den entsprechenden Stellen ausgespart werden. Die Löcher soll dann Anfang Januar der Fliesenleger mit Schnellestrich auffüllen. Richtig glücklich sind wir mit dieser Lösung nicht, müssen aber wohl damit leben.

Die Treppe selbst (Modell Oslo) ist sehr schön geworden! Wir wundern uns zwar ein wenig darüber, dass die Laufbreite schmaler ist als bei unserer Kellertreppe (wo man uns doch in der Planungsphase sagte, die Laufbreite unserer Kellertreppe sei zu schmal), haben aber festgestellt, dass dies bereits in den Werkplänen so vermerkt und uns nur noch nicht aufgefallen war. Und im Grunde ist sie mit ihren 85cm auch breit genug. Wenn die Verpackung vom Geländer erstmal weg ist, wirkt sowieso alles nochmal ganz anders. Verpackung ist allerdings ein gutes Stichwort: Diese entspricht nicht so ganz unseren Erwartungen und wir haben schon jetzt ein paar Macken im Lack der Wange. Deshalb hat Julia die Verpackung noch etwas ergänzt und nochmal dick mit Spezial-Klebeband umwickelt, aber komplett schützen kann man sie halt nicht.
Die Reste der Bautreppe werden wir so umbauen, dass sie uns erstmal als Eingangspodest und Ausgang in den Garten dienen, da unser aktuelles Geländeniveau ja noch weit unter dem Haus liegt und auch bis nach dem Einzug so bleiben wird.

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Nachdem unser Estrich in der ersten Woche unserem Gefühl nach kaum Wasser verloren hat, änderte sich dies schlagartig, nachdem das Aufheizprogramm der Heizung aktiviert wurde. Ab sofort hatten wir Dampfsauna im Haus, so dass mehrfaches tägliches Lüften unumgänglich wurde und wir uns als Berufstätige etwas überlegen mussten. Glücklicherweise war unsere Nachbarin so nett uns anzubieten dies Hin und Wieder für uns zu übernehmen, so dass wir ihr dankbar und glücklich einen Schlüssel gaben.
Das Aufheizprogramm der Heizung schaffte es in der ersten Woche nicht über Stufe 1 hinaus, was uns dann doch zu Denken gab. Der Heizungstechniker, den wir darauf hin nochmals einberiefen, erklärte uns dann, dass es im Haus anfangs zu kalt gewesen sei und die Heizung sich deshalb entschlossen hatte Stufe 1 gaaaaaaanz lange laufen zu lassen… Da die Spachtler uns einen Bautrockner mit Heizfunktion da gelassen hatten und wir diesen Mitte der Woche noch durch ein Leihgerät von Obi im Keller ergänzten, wurde das Haus aber viel schneller warm, als die Heizung erwartet hatte. Nachdem der Techniker die Heizung dann nochmal nachjustiert hatte, lief sie einwandfrei bis Stufe 5 – um dann pünktlich zum Wochenende wieder dort stehen zu bleiben. D.h. wir werden den Techniker nächste Woche nochmal bestellen.

Aufgrund der kalten Tage und Nächte haben die Gipser, nachdem sie die Grundierung für den Sockelputz aufgebracht haben, ihre Arbeit an der Fassade erstmal eingestellt. Es muss konstant mindestens 0°C haben, damit der Rest des Hauses verputzt werden kann. Ersatzmaterial für die abgeschnittene Noppenfolie wurde bestellt und wir haben mit ihnen besprochen, wie hoch und wie (lt. Hersteller) diese wieder angesetzt werden muss.

Unser Rauchrohranschluss für den Kaminofen, der ab Werk vergessen worden war, wurde von einem Mitarbeiter von Schiedel (Schornsteinhersteller) gebohrt und das Keramik-T-Stück eingegipst. Der Herr stand hier vor einer echten Herausforderung, da die Trockenbauer den Schornstein ja bereits verkleidet, jedoch auf eine Markierung, wo genau sich dahinter der Schornstein befindet, verzichtet hatten. Hier nun die Mitte des Schornsteins zu treffen war eine kleine Herausforderung, so dass das äußere Loch in der Fermacellplatte etwas größer wurde und von den Spachtlern wieder geschlossen werden musste.

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Die Spachtler haben innerhalb von vier Tagen alle Wände und Decken im EG und OG verspachtelt und waren sogar so nett auch die wenigen Gipsflächen im Dachspitz mit zu machen. Beim Spachteln gibt es verschiedene Qualitätsstufen, deren Differenzierung über verschiedene Normen festgelegt ist (s. Verspachtelung von Gipsplatten Oberflächengüten). Die Standardverspachtelung entspricht Q2, was gemeinhin als „tapezierfertig“ gilt. Die Spachtler haben an vielen Stellen wirklich super gearbeitet, so dass wir teilweise sogar Q3 erreichen. Leider gibt es aber auch viele andere Stellen, die laut DIN nichtmal einer Q1 Spachtelung entsprechen (unverspachtelte Schraubenköpfe und Tackernadeln, Tropfnasen, Werkzeugspuren, etc.). Unsere Freude über das fertig verspachtelte Haus, hielt sich also erstmal in Grenzen und wir haben unserem Bauleiter ein paar Fotos geschickt. Diese waren offensichtlich aber nicht aussagekräftig genug, denn zuerst einmal stießen wir mit unserer Bitte um Nachbesserung wieder auf Widerstand. Da unser Bauleiter unser Haus am Dienstag aber sowieso mal wieder mit seiner Anwesenheit beehren wollte, konnte er sich hier selbst ein Bild machen und musste dann auch eingestehen, dass die Spachtler nochmal kommen sollten. Dies taten sie am darauffolgenden Freitag dann auch. Von „Tapezierfertigkeit“ sind wir aber immer noch weit entfernt… Wir werden unseren Bauleiter am Montag nochmals damit konfrontierten. Stünden wir nochmals vor der Wahl, würden wir nach dieser Erfahrung die Spachtelarbeiten wohl nicht mehr an Keitel vergeben, da man hier vor dem Tapezieren einfach noch zu viel nacharbeiten muss.

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Unser Bauleiter hat außerdem die Türzargen und die Fenstersimse im Keller ausgemessen und uns versprochen, dass im Zuge des Zargensetzens auch unsere Terrassentüren eingestellt werden, damit sie nicht mehr klemmen. Diese und auch die Fenstersimse sollen kommende Woche, noch vor den Malerarbeiten gesetzt werden. Auch die Elektriker wollen schon nächste Woche – vor den Malerarbeiten – für die Elektroendmontage kommen. Danach heißt es dann erstmal Pause für Keitel bis Anfang Januar und wir haben Zeit alles zu Tapezieren und zu Streichen.

Wir waren aber auch schon fleißig und haben mit dem Spachteln in den Kellerwohnräumen angefangen. Dafür, dass wir dies beide noch nie gemacht haben, kann sich das Ergebnis echt sehen lassen und wir sind mächtig stolz auf uns Bürohengste. Krankheitsbedingt fielen die Eigenleistungen am vergangenen Wochenende aus, aber wir kommen trotzdem gut voran.

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Ein Hinweis, den wir gerne früher gehabt hätten: Über den Türen sollte man die Gipsplatten etwas über die Aussparungen überstehen lassen, da die Türzargen teilweise kürzer sind als die Aussparungen in den Beton-Fertigteilen. Dies kam uns nicht wirklich in den Sinn, weil wir ja ursprünglich gar keinen Trockenbau im Keller geplant hatten und wir deshalb annahmen, dass die Maße in den Fertigteilen stimmen. Auch sollte man rechts und links der Fensterlaibung im Bereich der Fenstersims besser auf ein eingespachteltes Eckprofil verzichten, da die Fenstersims ja ein Stück in die Wand hinein ragt und wenn nun die Wand aussägt wird, um die Fenstersims anzubringen, ist es wahrscheinlich, dass man danach nochmal Spachteln muss…

Den Liefertermin unserer Ikea-Küche haben wir auf die zweite Januarwoche verschoben, weil es uns aktuell noch zu feucht im Haus ist. Diese wird nun voraussichtlich paralell zu den Fliesenarbeiten geliefert, wo der Estrich ja bereits trocken genug sein muss (mal abgesehen von den Löchern in Flur und Diele). Die restlichen Geräte werden wir erst nach Weihnachten bestellen, da die Preise in der Vorweihnachtszeit gestiegen sind.

Alles in Allem nimmt unser Haus Formen an und ein Ende bzw. Einzugstermin ist absehbar. Wir sind vorsichtig optimistisch, dass die Arbeiten von Keitel bis Ende Januar, Anfang Februar abgeschlossen sein könnten – also ca. 4 Wochen früher als geplant.

KW 43: Von Plänen und ihrem Scheitern…

24.10.2016 – 30.10.2016

Am Montag war (wieder) geplant, dass von Fa. Schön unsere Treppe eingebaut wird. Deshalb blieb die Sanitärfirma Jetter wieder der Baustelle fern. Aber auch am Montag war da am Ende des Tages keine Treppe. Langsam glauben wir die Ausreden („Spedition hatte die falsche Adresse“) von Fa. Schön auch nicht mehr… Keitel Gott sei Dank auch nicht; sie haben am Dienstag dann einen Trupp zu uns geschickt, der in zwei Stunden von Grund auf neu eine Bautreppe gebaut hat… Wir finden diese Bautreppe SUPER und es gar nicht so schlimm, dass die richtige Treppe noch nicht drin ist – so wird sie wenigstens nicht gleich verschrammt! Fa. Schön stand dann wohl am Mittwoch mit der Treppe vor der Tür und zog unverrichteter Dinge wieder ab – weil dort, wo die richtige Treppe hin soll, ja jetzt eine Bautreppe drin ist… Was das Einhalten und Absprechen von Terminen angeht, kann sich Fa. Schön definitiv noch verbessern…

Maßgezimmerte Bautreppe Maßgezimmerte Bautreppe

In unserem Dachspitz führen zwei Entlüftungsrohre durch die Dachhaut nach draußen. Geplant war, dass diese Rohre schön zwischen den Sparren verlegt werden, damit sie in der Dämmung verschwinden und optisch unsichtbar sind. Nun begrüßte uns aber ein großes Entlüftungsrohr mitten an der Außenwand entlang. Auf der anderen Seite des Spitzes (in dem Bereich, den wir als Abstellraum nutzen wollen) wurde das Rohr schön zwischen den Sparren verlegt. Fa. Jetter hat das unschöne Rohr nun netterweise nochmals umgebaut und wir sind wieder glücklich!

Entlüftungsrohr im Dachspitz Entlüftungsrohr im Dachspitz Entlüftungsrohr im Dachspitz

Dass unsere schöne Planung mit den Leerrohren für die Lautsprecherkabel aufgrund der Ausschäumwut des Elektrikers nicht aufgegangen ist, haben wir ja schon im letzten Post erwähnt. Mit viel, viel, viel, viel Mühe wurde jetzt das letzte Lautsprecherkabel verlegt und auch noch ein letztes Netzwerkkabel. Das Schwierigste zum Schluss… Es ist alles geglückt und wir haben nichts kaputt gemacht. Wir haben dann auch brav alle Löcher in der Außenwand wieder luftdicht mit Bauschaum verschlossen…

Am Dienstag wurde unser Kühlschrank bestellt; ein Liebherr CBNef 4815-20 mit NoFrost, Kühl-Gefrierkombination (242/101 l), 0°C-Fach mit BioFresh (94 l), Abtauautomatik und 3 Schubfächer im Gefrierteil. Ein tolles Teil!!! Ursprünglich war ein deutlich günstiger Kühlschrank geplant, aber Julia’s Eltern haben uns von diesem Liebherr „überzeugt“.

Liebherr CBNef 4815-20

Julia’s Wunschträume hinter unserem Unterzug in der Küche eine Abhängung mit einer Novy Pure’line Dunstabzugshaube einzubauen wurden jäh durchkreuzt, als wir uns mal richtig mit einer möglichen Leitungsführung auseinander setzten… Die Deckenhaube selbst wäre kein Problem. Auch für den Motor, den man bei der Pure’line abschrauben kann, um auf eine Abhängung von nur 23cm zu kommen, hätten wir über dem Kühlschrank ein Plätzchen gefunden… In Julia’s genialem Plan nicht enthalten war jedoch die Umluftbox, die die Luft von Gerüchen filtert und diese dann wieder in den Raum ausbläßt. Bei der Pure’line muss diese einen Mindestabstand von 3m zu jedem anderen Hindernis (Wand, Schrank und Co.) haben. Ein Ausblaßen innerhalb der Küche ist bei uns also nicht möglich und müsste statt dessen in Richtung des Esszimmers passieren. Da wir zwischen Küche und Esszimmer allerdings einen Unterzug haben, müsste die Abhängung so weit von der Decke nach unten reichen, das unter dem Unterzug ausgeblasen werden könnte. Das wären 40cm und würde unserer Meinung nach den offenen Charakter der Küche zerstören, weshalb dieser Traum wohl gestorben ist. Wir diskuttieren jetzt die Möglichkeit eine andere Deckenhaube anzubringen, die keine Verkofferung benötigt, einen integrierten Umluftbetrieb hat und mit kürzeren Abständen zu Hindernissen umgehen kann. Hier ist nun die Gutmann Capa und die Novy 230 Cloud in der engeren Auswahl, wobei die Cloud bessere Bewertungen hat, was Lautstärke, Leistung und Kundenservice angeht, aber natürlich auch die teurere der beiden ist… :/ In diesem Zusammenhang wollen wir noch eine Empfehlung für RK Küchenkultur in Böblingen aussprechen, bei denen man sich die Novy 230 Cloud live anschauen kann und die uns super beraten und uns einen fairen Preis gemacht haben – obwohl wir uns was die Küche angeht ja schon für Ikea entschieden haben.

Gutmann Capa Novy 230 Cloud

Nachdem wir ja ursprünglich keine Sandwichplatten im UG wollten, weil uns der Styroporanteil an diesen Platten sehr unsympatisch ist, wurde dieser Plan ja (zumindest für ein paar Wände) revidiert, damit wir im UG Unterputzsteckdosen bekommen können. Nach längerem Hin und Her und der nochmaligen Rückversicherung bei Keitel, dass wir damit auch keine Probleme mit Schimmel hinter den Platten bekommen können, haben wir nun über das Wochenende knapp 20m² unserer Kellerwände mit einer zusätzlichen Installationsvorwand (ohne Styropor oder sonstiger Dämmung) versehen. Dazu wurden im Abstand von max. 60cm Latten an die Kellerwände gedübelt, auf die wir dann die Rigips-Platten geschraubt haben. Das soll vor dem Estrich gemacht werden, damit die Wände schalltechnische vom Estrich entkoppelt sind. Zum Betonboden sind 1-2cm Abstand einzuhalten, d.h. bei unserer lichten Rohbauhöhe von 2,52m sind die Rigipsplatten mit 2,5m Höhe optimal.

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Außerdem hatten wir die Rohbauabnahme mit unserem Bezirks-Schornsteinfeger und weil wir ja bereits im Voraus alles mit ihm abgesprochen hatten, hatte er auch kaum etwas zu bemängeln. Eine Sache muss dann aber doch noch geändert werden und zwar wurde der Schornstein im Übergang zwischen den Stockwerken fest eingemörtelt. Laut unseren Schornsteinfeger ist das so nicht erlaubt, sondern hier muss zwischen Schornstein und Mörtel 2cm Steinwolle eingebracht werden, damit es nicht zu Dehnungsrissen kommt.

Fehlende Steinwolle um Schornstein Fehlende Steinwolle um Schornstein

Im Schlafzimmer hatten wir ursprünglich gegenüber vom Bett einen großen Pax Kleiderschrank geplant. Die Kommoden sollten in unsere Niesche mit Dachschräge neben dem Bett kommen. Für den Fernseher gab es so nicht mehr wirklich einen Platz. Nachdem uns nun aber sowohl Julia’s Mutter, als auch ein Freund bei der Begehung fragten, warum wir in die Niesche nicht einen begehbaren Kleiderschrank machen und statt dessen die Kommoden gegenüber vom Bett stellen und den Fernseher darüber, kamen wir doch ernsthaft ins Grübeln. In die Niesche passt wegen der Schräge allerdings kein Pax, so dass wir uns hier etwas anderes überlegen müssen. Vor allem auch, wie wir trotz Schräge da Schiebe- oder Falttüren hin bekommen.

Schlafzimmer-Niesche

Der „Patchwork“-Keller

Der „Patchwork“-Keller

Bevor wir berichten, was sich in der vergangen Woche auf unserer Baustelle abgespielt hat, möchten wir an dieser Stelle betonen, dass das Krisenmanagement von Fa. Klotz und Fa. Keitel sehr gut war und man schnell eine Lösung für uns gefunden hat und diese dann auch, ohne den Zeitplan zu gefährden, ausgeführt hat. Klar ist es für uns sehr ärgerlich, dass ein derartiger Fehler überhaupt passiert, aber vollständig schützen kann man sich vor so etwas nicht.


Montag, 26.09.2016

Um kurz nach 8 Uhr trafen wir auf der Baustelle ein und nahmen freudig zur Kenntnis, dass bereits der Autokran aufgestellt wurde und auch der LKW der Fa. Kemmler, der die Betonfertigteile und unsere Kellertreppe anlieferte, schon bereit stand. Die Mitarbeiter der Fa. Klotz deckten die Bodenplatte ab und vermaßen sie, um dort die richtige Position der Wände anzuzeichnen. Kurz darauf kam ein weiterer LKW und fragte, wo er denn unsere Heizung und den Speicher, etc. abstellen solle. Glücklich war keiner darüber, dass diese jetzt schon zugestellt wurden – es gab ja noch gar keinen Keller, in dem man sie stellen konnte – aber sie mussten ja rein, bevor die Decke drauf kommt und da das ja alles am heutigen Tag passieren sollte, wurden die Paletten erstmal an der Straße abgestellt.

Gegen 9 Uhr wunderten wir uns dann schon, warum der Stelltrupp nun schon zum fünften oder sechsten mal die selbe Bodenplattenseite vermaß und ratlos auf die Pläne starrte. Wir wurden dann auch eingeweiht: Unsere Bodenplatte war 20cm zu kurz. Wer sich erinnert: Unser Vermesser hatte sich ja auch um 40cm vermessen. Nun der Kellerbauer um 20cm… Ein Zufall?

Nun sind 20cm ein Maß, das man nicht mehr einfach so ausgleichen kann. Die Bodenplatte enthält ja Armierung und ein Fugenblech, das für die Dichtheit des Kellers sorgen sollte. Bei 20cm wäre unsere westliche Kelleraußenwand bereits auf der Dämmung gestanden. Der Stelltrupp selber (bis auf einen Mitarbeiter ein komplett anderer als der, der die Bodenplatte vermessen und gegossen hatte), war selbst fassungslos darüber, dass ein derartiger Fehler passieren kann und dementsprechend nicht besonders gut auf ihre Kollegen zu sprechen.

Die zu kleine Bodenplatte Planung vs. Realität

Wir telefonierten mit unserem Bauleiter bei Keitel und schilderten ihm das Problem. 30min später wurden wir von ihm, der Geschäftsleitung von Keitel, der Geschäftsleitung von Klotz und der Bauleitung von Klotz zurück gerufen und folgende Lösungsvorschlage angeboten:

  1. Verlängerung der Bodenplatte um 20cm – sofern von Statiker und uns freigegeben.
  2. Kompletter Abriss der Bodenplatte und Neuerstellung (wobei dies natürlich von Klotz nicht favorisiert und als unverhältnismäßig bezeichnet wurde und nur die letzte Möglichkeit darstellte, sollte eine Verlängerung statisch nicht möglich sein).

Wir haben uns dann Rat bei unserem Bausachverständigen beim VPB geholt (Anm. der Redaktion: Rückwirkend würden wir in einen staatlich vereidigten Gutachter der IHK investieren), der uns bestätigte uns, eine Verlängerung der Bodenplatte – sofern richtig ausgeführt – auch bei einer Bodenplatte aus WU-Beton bedenkenlos möglich ist und wir – sofern Klotz einer Gewährleistungsverlängerung zustimmt und der Statiker sein okay gibt – diese Lösung annehmen können. Mittlerweile war es 10 Uhr. Der Kran stand da. Der LKW mit den Kellerteilen stand da. Der Stelltrupp war da. Aber getan werden konnte nichts, weil ja keiner wusste, wie es nun weiter gehen soll. Nun trafen auch Julias Eltern auf der Baustelle ein und erfuhren von der „Situation“.

Bauaufsicht Gute Miene zu bösem Spiel

Zwei Stunden später hatte der Statiker dann auch seine Berechnungen beendet und beschlossen, dass unser Haus auch mit einer verlängerten Bodenplatte nicht einstürzen wird… zumindest nicht innerhalb der Gewährleistungsfrist… 😉
Der Stelltrupp began also mit dem Stellen der ersten Wände – dort, wo es eben ging… Dort, wo die Bodenplatte zu kurz war, wurde das Fugenblech eingeflext. Gegen 15 Uhr wurden die ersten Innenwände gestellt. Zum Schluss wurde noch die Wärmepumpe und der Speicher in den Keller gehoben und um 16 Uhr konnten wir zum ersten Mal einen Fuß in unseren Keller (ohne Decke und ohne Westwand) setzen.

Die erste Wand steht... über... Die erste Wand steht Erkerwand Erkerwand "Schaufenster" InnenwändeLöcher für Treppe Zimmer im UG Kellerflur Kellerflur Der halbe Keller

Dienstag, 27.09.2016

Am frühen Morgen tobte im Großraum Stuttgart ein heftiges Gewitter mit Starkregen und Sturmböen und teilweise Überschwemmungen, so dass es für uns fast an ein Wunder grenzt, dass es in Hailfingen kaum geregnet hat und ab 8 Uhr die Sonne schien. Ein wenig Glück ist uns also doch noch vergönnt.

Da wir die Bodenplattenverlängerung minutiös dokumentierten, mussten die Bauarbeiter ertragen, dass ganztätig jemand hinter ihnen stand und jeden Fingerstreich fotografierte. Bauherr zu sein ist ein Fulltimejob.

Zuerst wurde die Drainage und die Dämmung entfernt und anschließend mit dem Presslufthammer die Bodenplatte angeraut und nochmals um ein paar Zentimeter gekürzt – das dauerte ca. zwei Stunden. Danach wurden mehr als 100 Löcher ca. 25-30cm tief waagrecht in die Bodenplatte gebohrt – was nochmal ca. eine Stunde dauerte. Diese Löcher wurden dann ausgepustet und mit einem Spezialkleber U-förmig gebogene Bewehrungseisen eingeklebt. Später wurden diese Anker dann noch mit zusätzlicher Stahlbewehrung miteinander verbunden. Während man im Süd-Westen noch klebte, begann man im Nord-Westen bereits damit die Sauberkeitsschicht wieder aufzuschütten, Dämmung unter der Bodenplatte und seitliche Dämmung anzustückeln und davor die Drainage wieder anzubringen. Außerdem wurde Gipsverbund angepinselt, um den Staub von der angerauten Bodenplatte zu entfernen und dafür zu sorgen, dass sich der existierende und der neue Beton besser miteinander verbinden. Drei Stunden später war dann auch das abgeschlossen und auch die Folie auf der Dämmung eingebracht, so dass der Betonmischer anrücken konnte. Die Nachbarbaustelle war so nett ihren Kran und ihren Betonkübel zur Verfügung zu stellen, um den Beton über das ganze Haus hinweg an die richtige Stelle zu bringen. Ein wenig ging daneben, aber besser ging das aus 1,5m Höhe auch nicht.

Dämmung und Drainage sind schon weg Anrauen der Bodenplatte Löcher für die Bewehrung Vertiefung für Fugenblech Eingeklebte Bewehrung Dämmung und Drainage Kurz vor dem Betonieren Kurz vor dem Betonieren Da ging ein bisschen was daneben...

Nachdem der Beton verteilt, gerüttelt und geglättet worden war, wurde noch das Fugenblech in den nassen Beton gesteckt. Nach insgesamt sieben Stunden war dann davon, dass die Bodenplatte einmal zu kurz gewesen war, nichts mehr zu sehen…

Einer unserer Wohnräume Neues Fugenblech Sieht man doch fast nicht...

Mittwoch, 28.09.2016

Der Autokran rückte ein zweites Mal an, ebenso der Stelltrupp.

Dann wurden die letzten zwei Wände gesetzt und untermörtelt. Es folgten die Deckenelemente, die anschließend von unten abgestützt wurden. Außerdem wurden von Außen Winkel an den Hausecken angebracht, so dass die Stützen in unserem Treppenhauserker entfernt werden konnten – weil da ja die Treppe rein sollte. Diese folgte dann auch als nächstes und passte wie angegossen. Wir hatten uns bereits am Montag über die beiden Löcher in der Erkerwand gewundert. In diese wurden nun für die Stabilität der Treppe zwei zusätzliche kleine Stahlträger eingesetzt und wieder verschalt. Diese Stahlträger tragen dann in der Ecke das Gewicht der Betontreppe, damit diese nicht kippelt.

Die zwei letzten Wände Deckenplatten Eine fliegende Treppe Treppenerker Kellertreppe

Donnerstag, 29.09.2016

Wände und Decke wurden ausbetoniert und die Abdichtung vorgenommen.

Lichthof mit "Schaufenstern" Laibungsdämmung

Freitag, 30.09.2016

Eigentlich hätte der Keller gedämmt werden sollen, aber aufgrund eines Krankheitsfalls passierte nichts auf der Baustelle.

Samstag, 01.10.2016

Die Kellerwände, die Hohlkehle und die Bodenplatte wurden ordentlich in Perimeterdämmung verpackt. Außerdem wurden die Lichtschächte angebracht und Felix legte höchstpersönlich Hand/Fuß an und entfernte die mittlerweile ausgehärtete Betonpfütze aus dem Arbeitsraum, die beim Verlängern der Bodenplatte dort gelandet war.
Für unsere befahrbaren Lichtschächte wurde das falsche Gitter geliefert. Bei befahrbaren Lichtschächten ist das Gitter engmaschiger – das wird jetzt noch geändert.

Der fertige Keller Befahrbare Lichtschächte "Schaufenster", rechts das Spülrohr für die Drainage Zimmer im UG Abstellraum Hier sollen ALLE Elektroleitungen durch??? Blick aus einem "Schaufenster" Zimmer im UG

Was sonst noch passiert ist

Von der Fa. Jetter aus Göttelfingen, die von Keitel beauftragt wurden das Sanitärgewerk auszuführen, haben wir unsere Mehrkostenauflistung für die größere Badewanne, Ein-/Überlaufgarnitur, bodenebene Duschen und Kopfbrause erhalten. Den Mehrpreis von 2.500€ hatten wir erwartet und finden wir akzeptabel.

Von der Fa. S+E Gebäudetechnik aus Euerdorf, die von Keitel beauftragt wurden das Elektrogewerk auszuführen, haben wir unsere Mehrkostenauflistung für die zusätzlichen Elektroinstallationswünsche erhalten. Aktuell würden sich die Kosten auf 5.400€ belaufen (ohne Einbaustrahler, Automatisierung, o.ä.). Die Netzwerk- und Antennendosen für jeden Raum (ohne Leerrohr verlegt) machen davon alleine 2000€ aus, d.h. diese werden wir definitiv, wie geplant, in Eigenleistung verlegen. Hinzu kommt, dass die Preise nicht mit den Einzelpreisen in unserem Vertrag überein stimmen, so dass wir hier nochmal mit dem Elektriker/Keitel sprechen müssen.

Am Samstag erreichte uns außerdem die Rechnung für die nächste Abschlagszahlung von Keitel. Beim Rechnung stellen sind sie immer sehr schnell…

Außerdem haben wir am Samstag bei Ikea unsere Küche bestellt und bekommen nun noch einen 400€ Gutschein dazu.
22 Schränke und den Kulinarisk Backofen mit Pyrolyse, der aktuell auch 100€ günstiger ist (d.h. eine Fahrt nach Frankreich lohnt sich nicht mehr), inkl. Lieferung. Die Personlig-Arbeitsplatte wird erst bestellt, wenn alles aufgebaut ist und wir werden hierfür den Aufmaßservice nutzen. Die Kosten für das Aufmaß bekommen wir erstattet, weil wir ja die Küche bei Ikea gekauft haben. Die Lieferung ist jetzt für den 20.Dezember geplant – hoffen wir mal, dass unser Estrich bis dahin trocken ist, damit wir die Feiertage zum Aufbau nutzen können – sonst können wir den Liefertermin zur Not auch nochmal verschieben.

Mehrkosten, Minderkosten & Planungsänderungen

Mehrkosten, Minderkosten & Planungsänderungen

Nach insgesamt drei Wochen ist seit letzter Woche endlich unsere Mehr- und Minderkostenrechnung komplett und enthält nun auch die Sanitärgegenstände.

Dazu muss man sagen, dass es Keitel in diesen vergangenen Wochen wirklich nicht leicht mit uns hatte und in unserer Kundenakte wahrscheinlich schon ein dicker roter Vermerk steht, weil wir solche Wadenbeißer sind. Dabei müssen wir Keitel an dieser Stelle wirklich ganz herzlich für ihre Geduld und ihre Flexibilität, was vom Standard abweichende Lösungen angeht, danken und dafür, dass sie obwohl wir zwischenzeitlich gefühlt die halbe Belegschaft mit unseren Sonderwünschen genervt haben, bei uns immer freundlich und um eine gute, kundenfreundliche und dennoch bautechnisch unbedenkliche Lösung bemüht waren und sind. Von Hausanbietern anderer Baufamilien wissen wir, dass dies nicht selbstverständlich ist und der Bauherr auch mal entmündigt oder angeblafft wird. Wir können nur berichten, dass wir nun nach etwas Rechercheaufwand und Energie unserereits für alle unsere Problempunkte eine vollstens zufriedenstellende Lösung gefunden haben, bei denen Keitel auch bautechnisch keine Bedenken hat. Einzig das Wissen, das dies nicht bei allen Bauherren, die am selben Tag wie wir bei der Bemusterung waren der Fall ist und dass es hier noch einige ungeklärte Themen gibt, bei denen sich Keitel nicht ganz so kooperativ zeigt wie bei uns, schmälert dieses Lob für Keitel.

Fangen wir mit einem Resumée der Mehr- und Minderkostenliste an:
Nach der Bemusterung steht bei uns unter dem (Keitel-)Strich quasi nicht mehr und nicht weniger, als davor (Elektro- und Sanitärausstattung noch nicht berücksichtigt). Dies liegt allerdings vor allem an folgenden Punkten:

  1. Wir hatten fast drei Jahre Zeit unser Angebot bei Keitel so zu massieren, dass fast alle Positionen, die wir zum Bau unseres Hauses brauchen (z.B. elektrische Rückstauklappe, Kellererhöhung, Fenstergrößen, Sinkkasten, Verstärkungen für Carport/Markise, etc.), bereits im Vertragspreis enthalten waren. Während dieser Angebotsphase wuchs unser Hauspreis bereits um ca. 30.000€ im Vergleich zum Initialangebot an. Es ist wirklich nicht zu unterschätzen, welche finanziellen Auswirkungen es haben kann, wenn man sich im Vorfeld weniger Zeit lässt.
  2. Wir haben Ausstattung im Wert von über 10.000€ „ausgetauscht“. D.h., obwohl noch ein paar teure Dinge, die wir unbedingt „brauchten“ (z.B. zusätzliche Abdichtung des Kellers und Ausführung mit WU-Beton, zusätzliche Zuluft für Lüftungsanlage im Dachspitz, zusätzliche elektische Rolläden und Notkurbel, Vorwände im Badezimmer, Fenster in der Küche mit feststehendem Teil, Fenstervergrößerungen wg. Rettungswegen…) bei der Bemusterung dazu kamen, wurden diese durch die Minderkosten für ein paar Dinge, die wir in Eigenleistung machen wollen (z.B. Waschbecken, Toilette, Duschkabinen!!!, Beplankung Dachspitz, Entscheidung für Standardtreppe…), kompensiert. Zu beachten ist hierbei natürlich, dass wir dieses Geld nicht „gespart“ haben, sondern dann an anderer Stelle in Form von Materialien brauchen werden. Dennoch lohnt sich dies bei uns definitiv auch finanziell (die Ersparnis durch die Sanitärgegenstände und Beplankung in Eigenleistung beläuft sich auf ca. 5.000€).
  3. Wir schätzen uns als sehr vernünftige Menschen ein. Wir denken praktisch und lassen uns nicht von hübschem Design blenden. Auch wenn wir mal einen kurzen Anflug von „hach, das wäre schon schön…“ bekommen, landen wir recht schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen und überzeugen uns davon, dass man das eigentlich doch gar nicht braucht.

Zu Elektro & Sanitär:
Vom Standard abweichende Sanitär- und Elektroausstattung wird bei Keitel als Direktgeschäft mit dem Elektriker/Sanitärinstallateur gehandhabt. Da wir in Erwägung gezogen haben Teile der Bäder in Eigenleistung zu machen, war es uns aber sehr wichtig die Mehrpreise für unsere bei Taxis ausgewählten Sanitärgegenstände inkl. Montage vor Abschluss der Bemusterung zu erfahren und wir haben darauf bestanden, dass uns Keitel auch hierzu eine Mehr- und Minderkostenliste zuschickt. Voraussichtlich werden wir nur für die größere Badewanne und die beiden bodenebenen Duschwannen mit einem Mehrpreis von insgesamt 2.500€ zu rechnen haben. Den Rest der Sanitärgegenstände nehmen wir ja raus, was aber bereits in der Keitel Mehr- und Minderkostenrechnung berücksichtigt ist. Was die Elektroleistungen angeht, haben wir bereits in der Angebotsphase die Einzelpreise für Steckdosen, Lichtauslässe, Netzwerkkabel, etc. erfragt. Leider gibt es auch hier ein, zwei Dinge, die wir im Voraus vergessen haben. Insgesamt rechnen wir mit ca. 3.000€ Elektromehrkosten für zusätzliche Außenbeleuchtung, Gartenstromkabel, Ambientebeleuchtung, Markisensteuerung, etc. TV- und Netzwerkverkabelung machen wir selber, da hierfür sonst weitere 2.000€ auf uns zukommen würden – ein Preis, der unserer Meinung nach in keiner Relation zum Aufwand/Material steht.

Rettungsfenster:
Obwohl wir uns was das angeht immer noch über die gesetzlichen Vorgaben ärgern, hat uns Keitel hier wirklich sehr positiv überrascht. Die Mehrkosten, die Aufgrund der Vergrößerung des zweiten Fensters im Keller aus Symmetriegründen zum Rettungsfenster auf uns zukommen, sind kaum der Rede wert und angesichts des erhöhten Wohnwertes durch mehr einfallendes Licht mehr als sein Geld wert. Vielen Dank an Keitel für diese unbürokratische und kundenfreundliche Lösung.

Duschwannen:
Hier haben wir uns nun zähneknirschend dazu entscheiden den Mehrpreis für die bodenebenen Duschwannen in Kauf zu nehmen. Wir finden zwar immer noch, dass eine 15cm Schwelle hinauf in die Standardduschwanne heute definitiv nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht (und auch in jedem Prospekt von Taxis sind die Standard-Duschwannen anders eingebaut), sehen aber zumindest zu einem gewissen Teil ein, dass Keitel an dieser Stelle nur am Schutz der Bausubstanz interessiert ist.

Terrassentürschwelle:
Das ist wohl der Punkt, über den wir am meisten und längsten mit diversen Mitarbeitern bei Keitel diskuttiert haben. Da wir einen Rollstuhlfahrer in der Familie haben und man ja auch selbst nicht vor Unfällen oder einer späteren Gehbehinderung gefeit ist, haben uns die 7cm an den Terrassentüren wirklich sehr gestört. Diese sind alles andere als barrierefrei. Keitel auf der anderen Seite sorgte sich um den Schutz unserer Bausubstanz, weil unsere Terrassentüren alle in Richtung Wetterseite (Westen) öffnen und barrierearme Türschwellen schlecht bis gar nicht gegen Schlagregen oder drückendes Wasser abdichten. Das ist der Grund, weshalb Keitel diese Türen nicht verbaut, weil sie wollen, dass die Bauherren auch nach Ablauf der fünfjährigen Gewährleistungszeit noch lange Freude an ihrem Keitel-Haus haben und sie es unverantwortlich finden, dass andere Hersteller diese Fenster auf Kundenwunsch einfach einbauen, ohne auf die Risiken hinzuweisen. Tja. Pattsituation. Was also tun, wenn die Bauherren (wir) aber trotzdem mega unglücklich mit der 7cm Schwelle sind und weiter nerven? In einem kurzen Telefonat schlug uns der technische Leiter von Keitel folgende Lösung vor: Keitel baut uns eine zweiflüglige Terrassentür mit nur 2-3cm Schwelle ein, die auch mit Rollstuhl gut überwunden werden kann. Aber auch wir müssen hierzu Bedingungen erfüllen, damit diese Lösung funktioniert und die Bausubstanz nicht gefährdet wird: 3-6 Monate nach Anbringen des Außenputzes müssen wir im Bereich dieser Tür eine Terrassenüberdachung schaffen – etwas, was wir eh vor hatten, aber eben nicht unbedingt so zeitnah – und wir müssen eine kleine optische Einschränkung in Form einer Aluminiumleiste auf der Innenseite des Fensters akzeptieren. Wir freuen uns sehr, dass sich Keitel so flexibel gezeigt hat uns diesen Wunsch zu erfüllen und dass wir noch eine gute Lösung gefunden haben. Dickes Lob an dieser Stelle an alle Beteiligten von Seiten Keitels!!!

Lichtschächte:
Wir hatten ja bereits nach der Bemusterung erzählt, dass eins unserer Kellerfenster aufgrund des Mehrspartenanschlusses in den Norden wandern musste und deshalb einen befahrbaren Lichtschacht benötigt. Unsere zwei anderen Kellerfenster enden laut Baugesuchsplan auf der Terrasse. Da wir aber eine bodenebene Terrasse wollen  (sonst würde das o.g. barrierearme Fenster ja auch wenig Sinn machen…), müssten diese Lichtschächte um 30cm erhöht werden. Diese Erhöhung kostet ein vielfaches mehr, als den Lichtschacht befahrbar zu machen, weshalb wir uns kurzerhand entschieden haben das Fenster für den Abstellraum ebenfalls in den Norden und in die Garage zu verschieben.

Zuluft Lüftungsanlage:
Was eigentlich logisch ist, einem im Voraus aber nicht gesagt wird: So eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage muss irgendwo ihre Luft ansaugen. Irgendwie dachten wir immer, sie würde das dann an der gleichen Stelle tun, wie die Luftwasserwärmepumpe, nämlich im Lichtschacht, aber bei der Bemusterung wurden wir eines besseren belehrt: Die Luft muss mindestens 1,2m über dem Boden angesaugt werden, damit kein Schmutz eingesaugt wird. Alternativ kann man auch gegen Mehrpreis einen Aluminiumpilz aus dem Boden wachsen lassen. Nach der Bemusterung zierte also unsere schöne Ostwand ein überhaupt nicht schönes Zuluftgitter, das uns optisch extrem störte. Auf unseren Wunsch wurde es in den Norden verschoben, wo es gar nicht mehr so schlimm aussieht.

Stützen im Dachspitz:
Wir haben es zusammengerechnet: Insgesamt bezahlen wir über 10.000€ dafür im Dachspitz gewisse Annehmlichkeiten zu haben. Er hat eine Grundfläche von 50m², was bei 45° Dachneigung in etwa 20m² nutzbarer Fläche entspricht, so dass der Preis/m² immer noch vergleichsweise günstig ist. Umso entrüsteter waren wir, als man uns bei der Bemusterung nun eröffnete, dass wir diese 20m² nun mit zwei Stützen für die Firstpfette durchziehen sollten. Das war für uns absolut unakzeptabel, da man uns zugesichert hatte, dass wir in unserem Haus mit keinen Stützen zu rechnen haben, wenn wir auf den Statikbonus verzichten. Das hat Keitel dann auch gleich eingesehen. Allerdings sind im Holzbau freitragende Firstpfetten über 9m wohl nicht erlaubt, so dass wir um eine der Stützen leider nicht drumrum kommen. Diese ist nun aber an einer Stelle platziert, wo sie uns nicht stört.

Lüftungsauslässe im Obergeschoss:
Keitel verbaut seit ein paar Jahren die Lüftungsauslässe im Obergeschoss nur noch als Wandauslässe und nicht mehr als Deckenauslässe. Grund hierfür sind Probleme mit Kondenzwasser, die Auftreten können, wenn die Lüftungsrohre an unbeheizten Raum grenzen, was z.B. bei ungedämmten Dachböden der Fall ist. Vor allem mit den geplanten Wandauslässe in zwei der Zimmern konnten wir uns allerdings überhaupt nicht anfreunden, weil sie es uns unmöglich machen würden einen normalen Kleiderschrank an diese Wand zu stellen (Wandauslässe müssen in einer Innenwand liegen, was bei Dachschräge die Stellmöglichkeiten für einen Schrank sehr einschränkt.) Wir konnten Keitel davon überzeugen, dass in diesen beiden Zimmern auch ein Deckenventil kein Problem ist, weil unser Dachspitz ja gedämmt und Teil der beheizten Fläche ist.

Treppe:
Schweren Herzens haben wir uns gegen die Bucher Treppe und für die Standardtreppe Oslo wie in der Bemusterung ausgesucht entschieden. Hauptgrund hierfür waren nicht nur der Mehrkosten, sondern der zusätzliche Organisationsaufwand unsererseits sowie das Risiko, dass irgendetwas dann nicht passt, weil wir falsch geplant haben. Als Bauherren, die nicht mit Architekt bauen, steht man ja ziemlich allein auf weiter Flur, so dass wir möglichst viele Risiken bei Keitel belassen wollen. Hoffen wir mal, dass wir das Angebot von Schön Treppen für die Raumspartreppe in den Dachspitz dann auch bald bekommen…

Jetzt hoffen wir mal, dass sich Keitel nirgendwo verrechnet hat. Grundsätzlich belaufen sich die Mehrkosten aktuell unterhalb des von uns eingeplanten Rahmens – und das soll auch so bleiben! 😉

Die Ruhe vor dem Sturm…

Die Ruhe vor dem Sturm…

Erholt, gebräunt und gestärkt für die nun kommende Bauphase melden wir uns aus einer Woche Urlaub auf den Kanaren zurück.

Neben einer Rechnung für das „kostenlose Beratungsgespräch“ beim BSB (siehe VPB, BSB oder VCQ?) haben wir zwischenzeitlich auch die komplette Liste unserer Mehr- und Minderkosten erhalten. Hierzu folgt in den kommenden Tagen noch ein ausfühlicherer Bericht und unser Resumée.

Außerdem sind die ersten Angebote der Erdbauer eingetrudelt und entgegen unserer (zugegeben sehr pessimistischen) Kostenschätzung sind diese wirklich erfreulich niedrig. Selbst wenn unsere Baugrube komplett aus Fels bestehen würde und/oder wir den kompletten Aushub zur Deponie fahren müssten, lägen wir immer noch deutlich unter den veranschlagten Kosten. Schön, wenn auch mal etwas günstiger wird als geplant – aber man soll den Tag ja bekanntlich nicht vor dem Abend loben, weshalb wir das „übrige“ Geld jetzt erstmal nicht anderweitig verplanen.

Weil das Angebot von Schön Treppen für unsere Raumspartreppe immer noch auf sich warten lässt, waren wir kurz vor unserem Urlaub außerdem noch bei Bucher Treppen in Jettingen und haben uns dort ein Angebot für die Raumspartreppe inkl. der Haupttreppe geben lassen. Wir würden bei Bucher zum Minderpreis der Keitel-Standard-Treppe eine freitragende Eichetreppe bekommen, aber es gibt zwei Probleme an diesem Unterfangen:

  1. Die Treppenhauswände müssten von Keitel auf 22mm OSB verstärkt werden, weil die Stufen bei der freitragenden Treppe in der Wand gelagert werden => Zusätzliche Mehrkosten.
  2. Wir müssten bereits eine Woche nach Hausstellung eine Bautreppe montieren lassen => zeitlich sehr eng kalkuliert.
  3. Die Treppe wäre komplett unser Risiko und Organisationsaufwand.

Preislich stehen wir mit der Bucher-Treppe insgesamt schlechter da, allerdings ist so eine freitragende Treppe schon echt schick und die Bucher-Treppen haben einen hervorragenden Ruf, was Schallentkopplung und Qualität angeht… Immer diese Enscheidungen…

Unser Bauvorhaben wurde am 24.06.2016 dem Ortschaftsrat von Hailfingen zur Kenntnis gegeben, d.h. auch diese Hürde ist nun genommen und wir erwarten gespannt die Baugenehmigung, die laut Vorankündigung des Bauamtes diese Woche in unserem Briefkasten landen sollte.